Neue Berufe für Stasi-Mitarbeiter

Allgegenwärtige Kontrolleure

Das DDR-Ministerium des Inneren verhalf unter der Modrow-Regierung 1989/90 zahlreichen hauptamtlichen Stasi-Mitarbeitern zu einer neuen beruflichen Identität. Sie wurden zum Beispiel als Grenzkontrolleure eingesetzt.

Unruhen in Xinjiang

Jetzt herrscht offene Feindschaft

In Urumtschi herrscht eine Art unerklärtes Kriegsrecht. Uiguren und Han-Chinesen werden von schwer bewaffneten Sicherheitskräften auseinandergehalten. Die Gräben zwischen beiden Volksgruppen sind tiefer denn je. Viele Uiguren trauen sich nicht mehr auf die Straße. Von Till Fähnders, Urumtschi

 
Analyse: Chinas Minderheiten auf den BarrikadenUnruhen in Urumtschi: Hu droht „harte Strafen“ an

Luft-Boden-Schießplatz

Bundeswehr verzichtet auf „Bombodrom“

Die Kyritz-Ruppiner Heide soll nun doch nicht zum größten Luft-Boden-Schießplatz in Deutschland ausgebaut werden. Verteidigungsminister Jung teilte mit, dass die Bundeswehr auf weitere Rechtsmittel verzichtet. Damit geht ein 17 Jahre währender Streit zu Ende.

 
Video: Bundeswehr verzichtet auf „Bombodrom“







Streiks in Südafrika

Eine neue Großbaustelle

Die internationalen Bedenken gegen Südafrika als Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft 2010 sind nie ganz verstummt. Jetzt erhalten sie neue Nahrung: 70.000 Bauarbeiter streiken. Ob Stadien und Transportmittel rechtzeitig fertig werden, bleibt ungewiss. Von Thomas Scheen, Soweto

Im Gespräch: Erzbischof Marx

„Konkrete Lösungsvorschläge sind nicht zu erwarten“

Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, im Gespräch über die Sozialenzyklika des Papstes „Caritas in veritate“. Der Papst spricht darin von einer Humanisierung der Globalisierung und kritisiert die bestehende Entwicklungshilfe.

Vertrag von Lissabon

Hessen fordert Europa-Ausschuss der Länder

Der Bundesrat soll nach dem Willen Hessens und Bayerns mehr Einfluss auf die Europapolitik bekommen. Die CDU kritisiert allerdings das Vorpreschen der CSU - es herrsche noch „europapolitisches Durcheinander“. Von Wulf Schmiese, Berlin

Debatte über Kernkraft

Auftritt in Tschernobyl - Ärger in Hannover

Während Bundesumweltminister Gabriel einen Besuch in Tschernobyl nutzt, um vor den Risiken der Kernkraft zu warnen, verschärft sich die Tonlage in seinem Streit über die Atomaufsicht mit dem Land Niedersachsen. Von „Amtsmissbrauch“ oder „Nachlässigkeit“ ist die Rede. Von Robert von Lucius, Hannover

Im Interview: Egon Bahr

„Wer weiß, wofür es mal gut sein kann“

Er war Staatssekretär im Kanzleramt und Wegbereiter der Ostpolitik. Ins Weiße Haus und in den Kreml pflegte er vertrauliche Kontakte. In der F.A.Z. spricht Egon Bahr über Geheimdiplomatie, Staatsgeheimnisse und Verschlusssachen.

Angriffe aus dem Netz

Südkorea wappnet sich gegen weitere Attacken

Seit Tagen greifen Hacker amerikanische und südkoreanische Websites an. Ein Fachmann sieht darin „einen Test, welche Behörden für Angriffe gewappnet sind“. Südkoreas Geheimdienst und eine Softwarefirma warnen vor einer dritten Angriffswelle.

Vattenfalls Störfall-Fazit

„Krümmel ist sicher“

Nach der Schelte wegen des erneuten Zwischenfalls im Atomkraftwerk Krümmel geht Betreiber Vattenfall in die Offensive. In einer Pressekonferenz zeigte man sich zwar zerknirscht und räumte Fehler ein. Die Botschaft des Konzerns aber war eindeutig: „Krümmel ist sicher.“

Justizministerin Zypries

„Der Hass muss raus aus dem Internet“

Rechtsextremismus, Volksverhetzung, Terror - Justizministerin Zypries will den Kampf gegen Hasspropaganda im Netz verstärken. Zugangssperren wie gegen die Verbreitung von Kinderpornographie sollen aber nicht zum Einsatz kommen.

Unruhen in Urumtschi

Hu droht „harte Strafen“ an

Erstmals seit Beginn der blutigen Ausschreitungen in Urumtschi in der Provinz Xinjiang hat der chinesische Staats- und Parteichef Hu Jintao öffentlich Stellung bezogen. Den Rädelsführern der Unruhen drohte Hu „harte Strafen“ an.

Unruhen in China

Minderheiten auf den Barrikaden

Bildergalerie Was haben die Unruhen in Xinjiang gemein mit den Protesten in Tibet im März 2008? In beiden Fällen reagierte die chinesische Regierung mit einem massiven Sicherheitsaufgebot. Dennoch treten Unterschiede zu Tage - bis hin zum Taktikwechsel. Eine Analyse von Till Fähnders, Urumtschi

Auf Druck der EU

Bayern veröffentlicht Agrarhilfen jetzt doch

Seit Mitte Juni veröffentlichen alle Bundesländer die Empfänger von Agrarsubventionen im Internet. Nur die Bayern weigerten sich bislang. Das gab Ärger mit der EU. Nun lenkt Bayern ein.

Klimapolitik

Der Zwei-Grad-Kippschalter

Zwei Grad Celsius - das hört sich an, wie ein kleiner Temperatursprung. Doch für die Klimakonferenz in Kopenhagen Ende 2009 ist es ein überaus wichtiger Schritt, dass sich die G-8-Staaten darauf geeinigt haben, dass die globale Temperatur nicht stärker steigen darf. Von Konrad Mrusek

Am Rande des Gipfels

Berlusconis Werte

Seine erste Äußerung im Kreis der Staats- und Regierungschefs nutzte Silvio Berlusconi gleich zu einer präemptiven Klarstellung: Er habe, erläuterte Italiens Ministerpräsident seinen Kollegen, nach wie vor hervorragende Popularitätswerte. Von Andreas Ross, L'Aquila

Afghanistan

25 Tote bei Bombenanschlag

Bei einem Bombenanschlag nahe Kabul sind 25 Menschen getötet worden, darunter auch Schulkinder. Vor einer Woche hatten amerikanische und afghanische Truppen in der Region eine Offensive gegen die Taliban begonnen. Aber es fehlt offenbar an einheimischen Soldaten.

Stasi-Mitarbeiter in Behörden

„Bisher nicht geahnte Dimensionen“

Offenbar arbeiten mehr ehemalige Stasi-Mitarbeiter in deutschen Behörden als bisher angenommen. Ein Forscher geht sogar von mehreren Zehntausend aus. Es werden Rufe laut, Beschäftigte im öffentlichen Dienst neu zu überprüfen.

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