24. März 2004 Der amerikanische Präsident George W. Bush und Bundeskanzler Gerhard Schröder wollen beim Kampf gegen den internationalen Terror weiter an einem Strang ziehen. In einem Telefonat hätten sie bekräftigt, die strategische Partnerschaft fortzusetzen, erklärte Regierungssprecher Thomas Steg am Mittwoch. Bush sagte in Washington, der deutsche Kanzler wisse genau, was auf dem Spiel steht. Er habe Schröder daran erinnert, daß wir im Kampf gegen den Terror stark bleiben müssen.
Nach Angaben Stegs kam das Telefonat am Dienstag auf Wunsch des amerikanischen Präsidenten zu Stande. Bush sei es sehr wichtig gewesen, den deutschen Beitrag im Kampf gegen den grenzüberschreitenden Terrorismus noch einmal im direkten Gespräch mit Schröder zu würdigen, meinte Steg. Dies sei Beleg für den guten Stand der deutsch-amerikanischen Beziehungen.
Rau war kein Thema
Die Warnungen vor einem Attentat auf Bundespräsident Johannes Rau hätten in dem Telefonat keine Rolle gespielt, berichtete Steg. Er wolle keine Motivforschung betreiben, warum die Regierungschefs das Thema ausgespart hätten. Über die Lage im Nahen Osten sei ganz allgemein, aber nicht spezifisch gesprochen worden.
Bush habe noch einmal den Beitrag der Bundesrepublik im Kampf gegen den Terror und zur Befriedung Afghanistans und des Balkans gewürdigt, sagte Steg. Der amerikanische Präsident habe es begrüßt, daß Deutschland nach den Unruhen im Kosovo schnell reagiert und weitere 600 Soldaten dorthin geschickt habe. Die Regierungschefs hätten nach den Anschlägen von Madrid deutlich gemacht, daß der Terrorismus weiter bekämpft werden müsse, weil Europa und Amerika gleichermaßen bedroht seien. Bush habe Schröder für seine klare Position gedankt.
Text: AP
Bildmaterial: dpa/dpaweb
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