04. Oktober 2001 Die diesjährigen Alternativen Nobelpreise sind am Donnerstag in Stockholm an vier Preisträger aus Großbritannien, Brasilien, Israel und Venezuela vergeben worden. Wie die Stiftung für richtiges Leben (Right Livelihood Award Foundation) mitteilte, seien in diesem Jahr Preisträger ausgewählt worden, deren Aktivitäten sich gegen die Wurzeln von Gewalt und Instabilität in der heutigen Welt richteten.
Aus Israel wurde die Friedensorganisation Gush Shalom mit ihren Gründern Uri und Rachel Avnery ausgezeichnet, die sich über mehrere Jahrzehnte für einen Weg zum Frieden zwischen Israelis und Palästinensern eingesetzt hätten. Die britische Anti-Atom-Gruppe Trident Plughshares erhielt einen Preis für ihre modellhaften, transparenten und gewaltfreien Aktionen gegen Atomwaffen.
Befreiungstheologe Leonardo Boff als Preisträger
Eine weitere Auszeichnung geht an den brasilianischen Befreiungstheologen Leonardo Boff und den Venezolaner Jose Antronio Abreu, der in seinem Land ein landesweites Netz von Kinder- und Jugendorchestern aufgebaut hat.
Die Preise sind insgesamt mit umgerechnet 410 000 Mark dotiert. Sie wurden 1980 vom Deutsch-Schweden Jakob von Uexküll für Leistungen beim Umweltschutz, dem Abbau sozialer Ungleichheit und der Durchsetzung der Menschenrechte gestiftet. Sie verstehen sich auch als Kritik an den traditionellen Nobelpreisen.
Text: @ps, mit Material von dpa
