14. Juli 2005 In unmittelbarer Nähe des schwer gesicherten Regierungsviertels in Bagdad haben sich am Donnerstag zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Dabei seien ein Zivilist getötet und sechs weitere Menschen verletzt worden, sagte ein Sprecher des irakischen Innenministeriums. Unter den Verletzten sei offenbar auch ein dritter Attentäter. Ärzte sprechen dagegen von zwei Toten.
Bei dem dritten Mann sei ein Sprengstoffgürtel sichergestellt worden; der Verwundete sei festgenommen worden. Bei zwei weiteren Verletzten handle es sich um Polizisten.
Attentäter erschossen
Dem Ministeriumssprecher zufolge sprengte sich der erste Selbstmordattentäter in seinem Auto in die Luft; die Tat ereignete sich an einem der Einfahrtstore zu der Grünen Zone, die sowohl die irakische Regierung als auch die amerikanische Botschaft beherbergt. Wenige Augenblicke später habe sich der zweite Täter vor einem nahegelegenen Polizeigelände in die Luft gesprengt. Zu diesem Zeitpunkt versuchten Rettungskräfte bereits, Opfer zu bergen.
Ein dritter Angreifer sei von Sicherheitskräften erschossen worden. In der Grünen Zone befinden sich zahlreiche Regierungsgebäude, Botschaften und das Hauptquartier der amerikanischen Armee. Unter Berufung auf Krankenhausärzte hieß, es unter den Verletzten seien auch fünf Polizisten.
Amerikaner melden Festnahme eines Al-Qaida-Führers
Die amerikanischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen der mutmaßlichen Drahtzieher des Mordes an einem ägyptischen Diplomaten im Irak verhaftet. Es handele sich um ein ranghohes Mitglied der Terrorgruppe Al Qaida im Irak, Chamis Farhan Khalaf Abd al Fahdawi, der sich auch Abu Seba nenne, hieß es in einer am Donnerstag in Bagdad veröffentlichten Erklärung.
Seba habe in ranghoher Funktion der Al Qaida im Irak gedient und stehe im Verdacht, an Angriffen auf Diplomaten aus Bahrain, Pakistan und die kürzliche Ermordung des ägyptischen Gesandten Ihab Salah al Din Ahmad al Scherif teilgenommen zu haben, hieß es. Al Qaida hat die Angriffe gegen arabische Diplomaten angeordnet, um die Unterstützung für die irakische Regierung zu vermindern.
Text: FAZ.NET mit dpa/AFP
Bildmaterial: dpa/dpaweb
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