13. Januar 2005 Trotz der erfolglosen Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak hält George W. Bush die Invasion des Landes im Jahr 2003 weiterhin für gerechtfertigt. In einem Fernsehinterview antwortete Bush am Mittwoch auf die Frage, ob der Krieg es dennoch wert gewesen sei, sagte Bush: Oh, absolut.
Bush bestätigte, daß die zweijährige Suche mit bis zu 1.500 Spezialisten inzwischen erfolglos abgebrochen wurde und sagte dazu: Ich dachte, wir finden Massenvernichtungswaffen - so wie viele hier in den Vereinigten Staaten und viele in der ganzen Welt. Nun gelte es aufzuklären, was falsch gelaufen ist bei der Informationsbeschaffung.
In dem Fernsehinterview sagte Bush weiter, der irakische Staatschef Saddam Hussein sei gefährlich gewesen und die Welt ohne ihn sicherer geworden. Mit der vermeintlichen Existenz von Massenvernichtungswaffen in den Händen Saddam Husseins hatte Bush den Irak-Krieg begründet.
Die Demokraten fordern Aufklärung
Die Demokraten forderten eine Erklärung von Bush. Nun, da die Suche beendet ist, muß uns Präsident Bush sagen, warum er hinsichtlich der Kriegsbegründung so lange falsch lag, sagte die Führerin der Demokraten im Unterhaus, Nancy Pelosi. Es habe nicht nur keine akute Bedrohung für Amerika gegeben. Die Gefahr, die Bush und seine höchsten Regierungsmitarbeiter beschrieben hätten, habe überhaupt nicht bestanden.
Bis zu 1.500 Spezialisten der Streitkräfte und der Geheimdienste hatten den Irak nach Massenvernichtungswaffen durchkämmt. Der Leiter der Suchmannschaften, Charles Duelfer, will im kommenden Monat seinen Abschlußbericht vorlegen. McClellan deutete jedoch an, daß Duelfer keine neuen Informationen mitteilen wird. Das Interview mit Bush soll am Freitag ausgestrahlt werden.
Text: FAZ.NET mit Material von dpa, AP
Bildmaterial: dpa/dpaweb
Müller im Saarland als Ministerpräsident ![]()
Kurzes Seegefecht zwischen Süd- und Nordkorea
Kommentar: Deutschland im Herzen Europas
Dokumentation: Die F.A.Z. von 1989 über den Mauerfall
Deutschland und die Welt feiern rauschendes Freiheitsfest
Frankreichs Mauerfall: Dabei sein war alles