Benedikt XVI.: „Kein Zwang in Glaubenssachen”

Um sich deutlicher vom umstrittenen Zitat über den Propheten Mohammed zu distanzieren, hat Benedikt XVI. seine Vorlesung an der Universität Regensburg an einigen Stellen präzisiert. Die Rede hatte Proteste in der muslimischen Welt ausgelöst.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Oktober 2006 18:45
Zufaelle  
Christof Kendzior (christof68)

Ich glaube nicht, dass der Papst all dies beruecksichtigt hat; es gibt einfach Zufaelle (oder "Zufaelle"), die interessant sind. Genauso wie der, dass Benedikt seinen Vortrag am 12. September gehalten hat - an dem Tag also, an dem 1683 der polnische Koenig Sobieski das tuerkische Heer am Kahlenberg bei Wien geschlagen und damit das Abendland vor einer Islamisierungswelle bewahrt hat...

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14. Oktober 2006 09:31
Herr Kays Mutlu  
Gottfried Huhn (GOHUHN)

Lieber Herr Kays Mutlu.
Na da haben Sie sich aber etwas zusammengezimmert. Das stellt ja Dan Brown und seinen Da Vinci in den Schatten.
Uebrigens: Lepanto heisst auch ein ausgezeichneter spanischer Brandy. Aber beim Geniessen desselben an die Tuerke zu denken ...

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13. Oktober 2006 23:18
qual der wahl:lepanto oder coca cola (II)  
kays mutlu (malami)

Andererseits, da er
auch ein Deutscher ist und höchstwahrscheinlich den Inhalt seiner Rede mit der Historie dieser Stadt in Einklang bringen wollte(wie ich diese `Stimmigkeit` von den Deutschen kenne),hat er alles, was er zu `botschaften` hatte,(so glaube ich) mit einer bestimmten Absicht gemacht. Da ich auch glaube, dass der Deutsche subtiler sein kann-wenn er wollte- als der Spanier: was hatte der Spanier gemacht?: Damals, als der türkische President Demirel
Spanien 1998 besuchte, hieß der wein, der der König ihm angeboten
hatte,`ÄLepanto`. Und Demirel trank den. Und dies war natürlich eine
Festschrift des Sieges und weiterer Siege über die Türken. Man kann sagen, Demirel hätte verweigern können das Wein bzw. den Alkohol getrunken zu haben(abgesehen davon, dass er nicht wusste, was lepanto hiess) aber wäre dies eine Lösung? Ich persöhnlich glaube nicht daran, da sein Alternative
`coca cola` wäre.

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13. Oktober 2006 23:17
qual der wahl:lepanto oder coca cola  
kays mutlu (malami)



Liebe Menschen

Wie Sie wissen oder auch nicht wissen haben die Türken die Seeschlachtvor Lepanto(1571 ) verloren. Durch diesen Sieg des Westens wurde auch die Unbesiegbarkeit der Türken Geschichte.Bis dahin glaubte man, dass die Türken nicht zu besiegen sind. Nach der Meinung des türkischen Dichtes Ismet
Özel(Kays Mutlu:Ismet Özel, Ergon Verlag, 2004) brachte dieser Sieg über die Türken "dem Westler" das Selbstvertrauensgefühl, dass die Türken doch nicht unbesiegbar sind, oder die Befreiung von diesem Trauma, dass man sie nie
besiegen könnte. Unter diesem Aspekt wurde ich wegen der Papst Rede in Regensburg auf diese
Stadt(Regensburg) neugierig, und habe die Kronologie der Stadt unter die Lupe genommen: Es sammelte sich dreimal ein Kruezfahrerheer in Regensburg und bricht zu seinem Zug ins Heilige Land auf. Der Komandant des Sieges über die Türken 1571 in Seeschlacht vor Lepanto, Don Juan d^ÒAustria, stammt aus dieser
Stadt und in Deutschland hat er nur dort eine Statur.
Ich bin nicht ein Verehrer der Verschwörungstheorien und glaube auch diesem fast 80 jährigen Mann, dass er seine Worte bedauert hatl(ein papst kann/darf sich nicht entschuldigen!).

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13. Oktober 2006 12:56
Gott  
Christof Kendzior (christof68)

Da stellt sich doch die Frage, ob Christen und Moslems wirklich an denselben Gott glauben - wie es die Medien immer verlautbaren...

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12. Oktober 2006 23:53
Moral  
Alper E. (A.E.46)

Moral muss uns nicht der katholische Papst beibringen. Wir haben unseren Koran und der ist Maßstab genug. Auch wenn sie ihn hin und herzerren wie es ihnen passt. Jesus ist ein Prophet wie sie richtig festgestellt haben in der muslimischen Welt und nicht Gottes Sohn, dass sagt uns allein der gesunde Menschenverstand. Wie soll es zwei bzw. mehr Gottheiten geben? Warum gibt es wohl keine 2 Päpste an der Spitze der katholischen Kirche usw...
Aber wie uns ein Koran-Vers schon lehrt:
"Ich diene nicht dem, dem ihr dient, und ihr dient nicht dem, dem ich diene.

Ihr habt eure Religion, und ich habe meine Religion."
MfG

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12. Oktober 2006 11:19
Subkultur  
Christof Kendzior (christof68)

Frau Lotz, verlassene Altaere sind nicht leer; sie werden von Daemonen bewohnt. Ich hoffe, Europa merkt es nicht zu spaet.

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11. Oktober 2006 19:37
Jesus  
Christof Kendzior (christof68)

"Herr Kendzior, dass sie so wenig über den islam wissen und dennoch mitreden?"

Was macht Sie denn so sicher, Herr Evyapan...?
Es stimmt schon, dass die Propheten im Islam eine sehr wichtige Rolle spielen, auch Jesus. Aber das, was im Koran von ihm erzaehlt wird, stimmt nicht mit dem ueberein, was im Evangelium der Christen berichtet wird. Im Koran ist er weder am Kreuz gestorben, noch auferstanden; er ist nicht der Sohn, sondern ein Diener Gottes; er nennt Gott nicht "Vater" und hat keine Kirche gegruendet. Er hat nicht die Sendung des Heiligen Geistes versprochen, sondern das Kommen Mohammeds. Er hat auch die Steinigung nicht abgeschafft. Die Rolle des koranischen Jesus beschraenkt sich lediglich darauf, auf Mohammed als den wichtigsten Propheten hinzuweisen. Aus christlicher Sicht ist das keine Verehrung, sondern eine Umfunktionierung.
Das gleiche betrifft uebrigens Abraham.
MfG,
CK

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11. Oktober 2006 18:56
... Wogen glätten (Teil 2)  
Matthias Wagner (Trouvere)

Ich kann mir vorstellen, dass Herr Ertürk aus einem gewissen Frust heraus spricht, der durch einige negative Erfahrungen als inzwischen deutscher Staatbürger türkischer Herkunft geprägt ist.
Ich vermute auch, dass viele Christen sich persönlich angegriffen fühlen, wenn führende Moslems den Papst mit Hitler vergleichen und Morddrohungen ausstoßen.
Vielleicht sollten wir, Moslems wie Christen die eigentliche Botschaft der Regensburger Rede beherzigen und die Vernunft wieder stärker in unseren Umgang miteinander einbeziehen. Das heißt auch, dass wir uns nicht nur von gegenseitigen unüberlegten Hassgefühlen leiten lassen, sondern auch durch vernünftiges Abwägen. Manchmal ist es notwendig, auch seine eigene Haltung zu hinterfragen und neu zu überdenken.
Es wird Zeit, dass wir die Wogen wieder glätten!

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11. Oktober 2006 18:55
Muslimischer Glaube  
Dirk Doetsch (doerfler2)

@ Herr Ertürk

Herrn Luther als Papsthasser zu titulieren, will ich mal lieber dahingestellt lassen, da das wohl nicht sein prägendstes Merkmal war. Ich bin der festen Überzeugung, daß der Papst mehr über den muslimischen Glauben versteht als die meisten Moslems über den christlichen Glauben. Das ist in keinster Weise negativ gemeint.Aber der Papst ist mit Sicherheit sehr, sehr gut ausgebildet. Den meisten Christen würde ich ebenso absprechen, daß sie außerordentlich gut über den muslimischen Glauben wüßten. Die Worte waren etwas heikel, dass mag sein. Aber manchmal ist es auch so, daß einige Leute bewußt etwas Schlechtes heraushören wollen. Der türkische Politiker beispielsweise hat ja zugegeben, die komplette Rede gar nicht gelesen zu haben und hat dennoch direkt Zeter und Mordio geschrien.Wenn es bei Ihnen anders ist - umso besser. Dann haben Sie zumindest das Recht, die Rede zu kritisieren. Dennoch finde ich es deutlich beleidigender, Papstpuppen zu verbrennen als ein vielleicht fehlinterpretierbares Zitat zu verwenden und von dieser Meinung werden Sie mich auch mit den ausgefeiltesten Argumenten nicht abbrigen können.Die Verurteilung zum Tode eines zum Christen konvertierten afghanischen Moslems spricht auch eine eindeuti

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11. Oktober 2006 18:47
Wogen glätten...  
Matthias Wagner (Trouvere)

Warum gibt es eigentlich diesen Streit zwischen den islamishen Religionsanhängern in diesem Forum und den christlichen? Wir sind uns doch einig darüber, dass dieses Zitat nichts damit zu tun hat, wie der Papst selbst über den Islam und die Moslems denkt, er hat wiederholt gesagt, dass er den Islam schätzt und hochachtet und seine Anhänger respektvoll behandeln möchte. Er streckt von sich aus seine Hand aus, korrigiert noch einmal seine Rede dahingehend, dass er nur eine schroffe, nein sogar eine "äußerst schroffe" Meinung wiedergibt, kritisiert in seiner Rede die Unvernunft der christlichen Welt und: stößt auf Hass und Unverständnis in der islamischen Welt.
Warum?
Wir sind uns auch einig, dass gegenseitiges Verständnis, friedvolles Aufeinanderzugehen ja sogar Nächstenliebe Voraussetzungen für unsere jeweils eigenen Religionen sind.
Warum also die gegenseitigen Anfeindungen?
...

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11. Oktober 2006 16:33
Oh, mein Gott! Der Papst kommt!  
Emre Ertürk (HSCD)

Also ich bin sowohl gegen den Papst als auch die EU. Beides Institutionen mit Problemen.

Warum nimmt der Papst nicht endlich Stellung zur Empfängnisverhütung oder zu seiner Position in der damaligen südamerik. Befreiungstheologie, wo viele Priester, wegen seiner Ablehnung, von Diktatoren verfolgt wurden?

Stattdessen diese Ablenkung mit dem Islam, den er überhaupt nicht kennt (wie man jetzt feststellen durfte!) und wo er sich deshalb wie ein Elefant im Porzellanladen benommen hat.

Und was meine Kritik anbelangt: neben Martin Luther, dem Papsthasser, waren meine Worte ja richtige Schmeicheleien. Und trotzdem wird Luther heute von allen Deutschen (auch Katholiken) geehrt, als GROßER DEUTSCHER. Ich bin bescheiden, mir reichen auch nur 1 % von dieser Ehre. Dankeschön!

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11. Oktober 2006 15:08
Präkere Situation  
Alper E. (A.E.46)

Herr.Kendzior


ich stimme dem herrn ertürk bis auf den letzten abschnitt vollkommen zu. ich habe es auch satt über eine rede zu diskutieren die nur provokative wirkung hatte. wenn der papst auf den wesentlichen zusammenhang von glaube und vernunft hatte hinweisen wollen hätte er zwecks der präkeren situation auch ein beispiel aus der abendländischen geschichte wählen können(wie die kreuzzüge in denen menschen zwangsbekehrt wurden, was sie in der geschichte des islam schwer finden werden). da ich den papst nicht beleidigen will gehe ich davon aus, dass seine worte bewusst und mit fingerspitzengefühl gewählt wurden.

Herr Kendzior, dass sie so wenig über den islam wissen und dennoch mitreden? Wir Muslime glauben im gegensatz zu euch christen an alle herabgesandten propheten, was Muhammed(s.a.s.) einschliesst. Zum Prophet Jesus(a.s.) müsst ihr uns nichts erzählen wir kennen ihn gut genug und befolgen seine Lehren. Des Weiteren haben wir Respekt vor den Propheten, wovon Sie sich in der christlichen Welt eine Scheibe abschneiden könnten!
MfG

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11. Oktober 2006 11:41
Tuerkei  
Christof Kendzior (christof68)

Genau Herr Weiers! Nur die Anfuehrungszeichen koennten Sie weglassen. Europa ist nicht Kleinasien und umgekehrt.

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11. Oktober 2006 09:07
Zeichen setzen  
Uwe Mildner (recfarm)

Papst Benedikt XVI. setzt Zeichen der Verständigung. Trotz alledem gibt es an der Vorlesung des Papstes nichts zu Verändern. Oder ist es mehr eine Variante von: "Wie sag ich's meinem Kinde?" Erwachsen werden hat etwas mit Verantwortung übernehmen zu tun. Gilt das auch für Religionen? Eben den großen Religionen von denen der Papst spricht?

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