
Der Papst vertritt eine Milliarde katholischer Christen, die ebenso, wie die evangelischen Christen im Laufe der Jahrhunderte durch Belehrung und zunehmenden Bildungsgrad tolerant geworden sind, sowohl gegenüber den Anforderungen der eigenen Religion, wie auch gegenüber dem Islam. Der Islam zählt ungefähr ebensoviele Anhänger, die sich "Gläubige" nennen und bereits damit andere ausgrenzen. Die Gläubigkeit, vielerorts gepaart mit Bildungsdefiziten im westlichen Sinne, haben sie für ihre zahlreichen geistlichen Autoritäten manipulierbar gemacht, bis hin zu Selbstmordattentaten in christlichen, also feindlichen Ländern des Satans und zu einem Djihad, der nicht verteidigen und bewahren, sondern die Umma auf die ganze Welt ausdehnen will. Die Drohung, das Kreuz zu zerstören ist nicht neu. Als der Großwesir Kara Mustafa unter Hinterlassung einer blutigen Spur 1683 vor den Mauern Wiens ankam, versprach er das Kreuz auf dem Stephansdom durch den Halbmond zu ersetzen. Es war dies auch nicht der erste Antikreuzzug und ein solcher steht wohl uns wieder bevor und mit unserem toleranten Laizismus werden wir ihn diesmal nicht abwehren. Karl Martell und Johann Sobieski als Retter kommen nicht wieder. riedelbauch

Insbesondere die deutsche Medienlandschaft sollte klarer Stellung beziehen und sich nicht ducken vor dem Angriff, scheinbar selektiv zuhörender Islamisten. ZDF und ARD tun gut daran, Augen auf die britische Presse (siehe FAZ) zu richten.
Bei allem Respekt, die westliche Welt darf Intoleranz einzelner nicht tolerieren.

Die islamischen Würdenträger und Politiker tun sich mit den pathologischen Reaktionen auf ein Zitat des Papstes einen Bärendienst. Dass diese den Text der Rede nicht verstanden oder nicht im Kontext gelesen haben, geht aus diesen Reaktionen hervor. In der Tat ist die Rede des hochintelligenten und humanistisch höchst anspruchsvollen Oberhauptes der Römisch katholischen Kirche eine ausgewogene Doktrin über Toleranz und Ethik. Mit allem guten Verständnis für den Islam, dem ich in politischen Dingen bis heute viel Sympathie entgegen gebracht hatte, vor allem was die Palästinaproblematik betrifft, werde ich meine Einstellung überprüfen müssen, denn mit solchen fanatischen und unverhältnismässigen Anfeindungen gegenüber dem Papst wird nur wieder zusätzlicher Hass geschürt. Als konfessionsloser Christ beeindruckt mich der Papst durch seine menschliche Wärme und seine spürbare Nächstenliebe. Im Gegensatz dazu sehe ich im Umfeld der islamischen Geistlichkeit viel Hass und Fundamentalismus!

In der FAS vom 17.09.06 wird so manch einer "besonders hart betroffen" von Joseph von Westphalens Empfehlung, "es sei intelligenter gewesen", Benedikt hätte dazugesagt, "Wir Christen hätten mit diesem verdammten Quatsch der militanten Glaubensverbreitung angefangen".
Man reibt sich schon ein wenig die Augen, angesichts der Tatsache, daß die Merowinger zwar den christlichen Glauben angenommen hatten, Karl Martell wg. Tours und Portiers aber nirgendwo als Eroberer überliefert ist. Erst dessen Sohn Pippin III verbündete sich mit dem Papst. Das Frankenreich wurde von irischen Mönchen erobert. Und ob die fechten konnten, ist nicht überliefert.
Aber vielleicht irre ich mich ja auch, und die Araber waren 732 in sehr friedliebender Absicht gekommen, und die Geschichte mit der Verpflichtung jedes Muslim zur Teilnahme am Heiligen Krieg zur Ausbreitung des Islam ist lediglich eine bösartige Erfindung westlicher Medien.
Wie man sieht, hatte Joseph Ratzinger sehr gut daran getan, so weit in der Geschichte auszuholen. Denn die Dinge liegen nicht so einfach, wie es viele gerne hätten.