Ehepaare Stoiber, Oettinger: Gemeinsame Wanderfreuden fernab des Ostens

Umstrittene Ost-Thesen

Oettinger ganz auf Stoibers Linie

„Frustrierte“ hatte CSU-Vorsitzender Stoiber vornehmlich im Osten ausgemacht, Baden-Württembergs Ministerpräsident Oettinger hat ins gleiche Horn gestoßen und von „Linken und Mutlosen“ gesprochen. In Stuttgart hat die CDU den verbalen Ausrutscher bestätigt und gleichzeitig verteidigt.

Lesermeinungen zum Beitrag

13. August 2005 09:27

Stoiber und der (ferne) Osten

TILMAN KLUGE (TILMAN_KLUGE)

was sich Stiober und Oettinger in Sachen Ausdrucksunfähigkeit betr. Frustration im Osten der Republik als unerwünschtes Wählerpotential leisten, habe ich in gut 33 Jahren CDU-Mitgliedschaft noch kaum erlebt. Sich derlei Oberflächlichkeiten anhören zu müssen, ist eine Zumutung an alle, die sich ernsthaft um einen Wahlsieg der CDU/CSU Parteien bemühen.

Die Herrschaften sollten sich künftig so ausdrücken, wie sie etwas konkret meinen, damit nicht jede Menge Leute in ihren Parteien hinterher damit beschäftigt sind, festzustellen und in dem geneigten Volke zu verbereiten, was tatsächlich gemeint war, gemeint sein könnte oder (vielleicht) nicht gemeint war.

Wenn das Gemeinte nicht das Gesagte ist, so wußte schon Konfuzius im fernen Osten, weiß das Volk nicht mehr, wohin Hände und Füße zu setzen.

Frau Dr. Merkel sei Dank für deutliche Worte am Donnerstagabend. So erfüllt sie eine wichtige in sie gesetzte Erwartung.

Tilman Kluge, Bad Soden /Ts.

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12. August 2005 19:27

In Deutschland will man die Wahrheit nicht hören

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Man kann sich nur wundern: Wer beleidigt hier wen? Hat die Mehrheit der Deutschen schon vergessen wie Herr Kohl mit Eiern beworfen wurde nachdem er die Einheit möglich gemacht hatte und das mit einem Umtausch 1 zu 1, der ein Geschenk war was wir uns eigentlich nicht leisten konnten. Auch damals schon mußten ungeheure Zahlungen an die Russen geleistet werden, sonst hätte es keine Wiedervereinigung gegeben. Wenn ein Drittel der Bürger der neuen Bundesländer wieder die Kommunisten wählen will, muß die Frage erlaubt sein, ob die enormen Leistungen der Westdeutschen sinnvoll waren. Hat man vergessen, daß der Westen auch nicht an einem Tag seinen Wohlstand erreicht hatte. Aber in Ostdeutschland musste das wohl so sein. Die Arbeitslosigkeit und die Probleme der Sozialversicherungen sind unter anderem darauf zurück zu führen. Nun spricht wenigsten ein Politiker die Gesamtproblematik einmal an und schon fällt alles über ihn her. Herr Stoiber hätte einen Orden verdient für seinen Mut. Man würde sich mehr Menschen wünschen, die die Dinge einmal beim Namen nennen.

Rolf-Dirk Maehler
El Puerto de Sta. Ma. (Cádiz) Spanien

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12. August 2005 16:35

..niemand hat "die" ostdeutschen beleidigt

Albrecht Stahl (astahl)

Jeder Wähler der PDS-SED ohrfeigt all diejenigen, die 1989 mutig auf die Strasse gingen und schlußendlich das SED-Regime stürzten! Die PDS-SED ist alles andere, als sozial, sie ist verantwortungslos, und Gysi mit Lafontaine sind es auch. Das ist es, worum es geht. Und deshalb haben Stoiber und Oettinger recht.

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12. August 2005 16:05

"Die Frustrierten dürfen nicht die Zukunft bestimmen!"

Johannes Osterrath (osterrath11)

Was hat Stoiber im Klartext gesagt? Er hat das gesagt, was alle am Wahlkampf sagen, nämlich, dass die Gegenseite nicht gewinnen darf. Und was soll daran schlimm sein?

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12. August 2005 15:49

Der Wahlkampf und die Meinungsumfragen

Thilo Neupert (Thiloneupert)

Wann endlich wird in einer Umfrage erhoben, ob die Bürger eher Frau Merkel oder Herrn Schröder zutrauen, betrunken Auto zu fahren? Klarheit über die Meinung des Volkes zu dieser Frage ist mindestens ebenso wichtig wie zu erfahren, dass 73 Prozent der Bundesbürger die Wahlkampfrhetorik von Herrn Stoiber als Beleidigung der Ostdeutschen empfinden. Einem Qualitätsmedium wie der FAZ stünde es gut zu Gesicht, nicht jeden Umfragequatsch sogleich zu veröffentlichen - sonst überschreitet Information schnell die Grenze zur Desinformation. Deutschland wäre gut beraten, wenn in den Wochen und Monaten vor einer Wahl die Veröffentlichung von Wahlumfragen - wie in anderen Ländern auch (z.B. UK) - verboten wäre: Mehr Orientierung an Sachfragen wäre ebenso die Folge wie eine bessere Qualität des Wahlergebnisses.

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