Fernsehduell

Kanzler trifft Kandidatin: Wer hat was gesagt?

05. September 2005 Kurz nach 22 Uhr ist am Sonntag abend in Berlin das erste und einzige Fernsehduell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Herausforderin Angela Merkel zu Ende gegangen.

Die beiden Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl am 18. September standen den vier Moderatoren Sabine Christiansen (ARD), Maybrit Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL) und Thomas Kausch (Sat 1) mehr als 90 Minuten lang Rede und Antwort.

Nach ersten Umfragen konnte Schröder das Fernsehduell klar für sich entscheiden. Schröder lag nach dem Streitgespräch in der Gesamtwertung sowie in den Werten für Glaubwürdigkeit und Sympathie deutlich vor seiner Herausforderin. Die CDU-Vorsitzende wurde allerdings von den Zuschauern als kompetenter eingeschätzt, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. (Siehe auch: TV-Duell: Alle wollen Sieger sein)

FAZ.NET dokumentiert ausgewählte Statements der beiden Kandidaten: Das FAZ.NET-Audiospezial zum Fernsehduell.



Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP

 

Streitgespräch

Keine Beziehung zur Lebenswirklichkeit

Wie schon in den vergangenen Tagen wurde auch während des TV-Duells ausgiebig über Paul Kirchhof und seine Pläne gestritten. Was Schröder über Kirchhofs Ansichten zur Rentenpolitik denkt - FAZ.NET-Audio.

Fernsehduell

„Kanzler und Fraktion haben sich auseinandergelebt“

Am Ende der Diskussion erinnerte Angela Merkel die Wähler daran, daß man nur aufgrund fehlenden Vertrauens für Schröder jetzt schon im Wahlkampf sei - und nicht erst 2006. FAZ.NET-Audio.

Fernsehdebatte

Kein ausgeglichener Haushalt

„Sie sind meilenweit davon entfernt“: Beim Thema Haushalt erinnerte Merkel den Bundeskanzler an seine Zielvorgaben in der Regierungserklärung 2002. Was die Kanzlerkandidatin ihm vorwirft - FAZ.NET-Audio.

TV-Duell

„Sie lebt das, was sie sagt“

„Das ist nicht Merkels Welt“: Kanzlerehefrau Doris Schröder-Köpf hatte in der vergangenen Woche mit ihrer Kritik an Merkel für Aufregung gesorgt. Gerhard Schröder kann die Diskussion über die Äußerungen seiner Gattin absolut nicht verstehen. Wie stolz er auf seine Frau Doris ist - FAZ.NET-Audio.

Streitgespräch Kanzlerkandidaten

„Die Reformen beginnen zu wirken“

Bundeskanzler Schröder sieht trotz der hohen Arbeitslosenquote erste Erfolge auf dem Arbeitsmarkt. Immerhin sei seine Regierung die erste gewesen, die den Mut für umfassenden Reformen gehabt habe. FAZ.NET-Audio.

Fernsehdebatte

„Dafür will ich kämpfen“

Kind und Karriere sollen für Frauen künftig besser miteinander vereinbar sein, dafür möchte Angela Merkel kämpfen. Und nicht nur das: Sie ist der Meinung, daß sie als Kanzlerin mit einem guten Beispiel vorangehen könnte. FAZ.NET-Audio.

TV-Duell

Merkels Schlußwort

„Ich bin überzeugt, in Deutschland steckt mehr. Die Menschen in diesem Lande können mehr“: Angela Merkel appelliert in ihrem abschließenden Statement an die Wähler, gemeinsam mit ihr und der Union die Chancen zu nutzen. FAZ.NET-Audio.

TV-Duell

Schröders Schlußwort

Nach mehr als 90 Minuten, in denen er mit Unions-Kanzlerkandidatin Merkel debattiert hatte, richtete sich der Bundeskanzler in seinem Schlußstatement direkt an die Wähler. Er bittet sie um neues Vertrauen für sich, seine Politik und seine Regierung. FAZ.NET-Audio.

Versprecher des TV-Duells

Cent oder Prozent?

Merkel und Schröder wirkten souverän, doch ihre Versprecher zeigen: Beide waren durchaus nervös. Statt brutto und netto sorgten dieses Mal vor allem Cent und Prozent für Verwirrung. Die verbalen Schnitzer im FAZ.NET-Audio.