19. Februar 2003 Zur Rede von Arundhati Roy im Feuilleton vom 5. Februar möchte ich Stellung nehmen: Bewußte Provokation oder Zugeständnis an eine potentielle neue Leserschaft? Was auch immer die Frankfurter Allgemeine bewogen haben mag, die haßerfüllte Rede von Arundhati Roy beim Weltsozialforum in Porto Alegre zu publizieren, so erscheint es mir insbesondere jetzt höchst fragwürdig, ob es notwendig ist, dem Antiamerikanismus des rot-grünen Lagers und den gebetsmühlenartig wiederholten Statements unserer Regierung damit noch Vorschub zu leisten. Abgesehen davon, entspricht der Text nach Stil und Inhalt in keiner Weise dem sonstigen Niveau Ihrer Zeitung und läßt die vielgepriesene "political correctness" weitestgehend vermissen.
Brigitte Fischer, Bergisch Gladbach
Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.02.2003, Nr. 43 / Seite 8