
meinen wohlbehütete und gut situierte Gutmenschen wie Frau von der leyen, sie besässen die Weitsicht zu erkennen wo das problem liegt.
Frau von der Leyen.
Seit dem mauerfall und der Kohl Ära mischt sich der Staat ZU stark in die Familien ein.
Mit Turbokapitalismus, Wirtschaftsmonopolismus, Massenarbeitslosigkeit und Steuertreiberei.
DAS ist der Grund warum es solche Zustände gibt.
Warum Kinder elterlicher Agression und unzumutbaren Zuständen ausgeliefert sind.
ES ist das System das krank ist! Nicht die Eltern.

'Modellprojekte'- 'Kompetenzzentrum' - die Sprachregelung der Sozialfunktionare ist unendlich erfinderisch, um die Empfindungslosigkeit des Sozialstaates (deutscher Praegung) zu verschleiern. Kinderschicksale werden auf das Niveau einer (pseudo-)paedagogischen Seminarwelt reduziert.
Wer stoppt dieses Deutschland in der Spirale des Versagens? Wer beschuetzt die Schutzlosen im Lande der bodenlosen Inkompetenz? - Rolf Joachim Siegen, Kiev

... warum in Deutschland immer weniger Kinder geboren werden. Und warum von den wenigen Kindern immer mehr verwahrlosen und bildungsunfähig sind.
Dank an Frau von der Leyen, dass Sie uns endlich die Antwort auf diese Frage offenbart:
Der Staat mischt sich zu wenig in die Familien ein.
Also lasst uns noch mehr Geld ausgeben für die Helferindustrie.
Und führen wir regelmäßig Wohnungsbegehungen durch bei gefährdeten Kindern und allen die wir dafür halten (da hat doch neulich ein Vater seine Tochter gestreichelt – bestimmt ein Kinderschänder!)
Und wir müssen natürlich noch mehr Geld ausgeben für die ach so wichtige pädagogische und soziologische Forschung. Die dafür in den letzten Jahrzehnten verbratenen Milliarden haben zwar in der Praxis kein einziges positives Erlebnis geliefert – was aber nur beweist, dass wir dafür noch mehr Geld verbrennen müssen.
Eins dürfen wir aber auf keinen Fall:
Die Frage stellen, warum das, was vor fünfzig Jahren einfach so ging (ohne Subventionen, ohne präventive Eingriffe, ohne Spitzelei, ohne „Frühwarnsystem“, ohne Kompetenzzentrum zur Koordinierung der Aktivitäten, ohne Helferindustrie, ohne Familienministerium), heute nicht mehr funktioniert.

In Deutschland sind ca. 2 Millionen Paare ungewollt kinderlos, Tendenz steigend.
Ein Kind, das unter solchen Umständen geboren wird, hat SOFORT in die Obhut adoptionswilliger Paare gegeben zu werden. Dort hätte er eine Chance auf ein Leben gehabt.
Statt dessen die übliche Praxis: Heim, wegen der sakrosankten Blutbande zurück, Heim, zurück etc., bis es zu spät war.
Vielleicht ist das bei aller Tragik auch besser für ihn, denn hätte er überlebt, wäre er spätestens in der Schule ein verhaltensauffälliger, nicht mehr zu rettender Psycho gewesen.
Armes Deutschland.

Es ist schlicht unglaublich was in Deutschland im 21. Jahrhundert passieren kann. Kevin ist doch leider kein Einzelfall. Tagtäglich werden Misshandlungen, Aufsichtsverletzungen, Fürsorgeverletzungen etc. begangen. In der Mehrzahl durch die eigenen Erziehungsberechtigten und nicht durch die Ämter. Dies soll beileibe kein Freibrief für das betroffene Jugandamt sein nur, das Problem ist nicht wirklich das Amt, das Problem sind die Umstände - also die Gesetze und Vorschriften - die solche Vorfälle erst ermöglichen.
Mangelnde finanzielle Ausstattung der Ämter,
mangelnde Rechtssicherheit bei zu ergreifenden Maßnahmen, mangelndes Interesse der Öffentlichkeit, wer möchte sich schon die Hände schmutzig machen? etc. kennzeichnen die Situation.
Wir haben keine brasilianischen oder indischen Verhältnisse; bei uns ist auch die noch früher durchaus verbreitete Kinderarmut mit Bettel- und Diebesbanden nicht mehr verbreitet. Trotzdem verwahrlosen jeden Tag junge Menschen in menschenunwürdigen Umständen. Dies ist uns kaum eine Meldung wert. Manchmal stirbt ein Kind. Dann bricht eine mediale Welle mit Politikeräußerungen aller Farben über uns herein. Doch wer fragt nach denen, die überleben?

Diskussionen wie "Kinderklau und Co.", die sehr partiell aber leider öffentlichkeitswirksam von betroffenen Herkunfts-Eltern taktierend geführt werden, können hier nur kontraproduktiv sein und sind Sand im Getriebe der Amtsmühlen...
Euer Truk

Wiedereinmal so ein erschreckender Fall von unterlassener staatlicher Hilfeleistung eines Schutzbefohlenen bei dem sich bereits das Sorgerecht bei Vater Staat (dem Amtsvormund) befand, aber das Kind auf Grund unglücklicher Umstände / falsch bewerteter Risiken wieder zurück in die Herkunftsfamilie kam, hier: dem drogenabhängigen Vater gegeben wurde. Angesichts der immer häufiger auftretenden Fälle dieser oder ähnlich gelagerter Kinderschicksale stellt sich schon die Frage, ob der Staat mit dieser Kontrolldichte / Prüfqualität noch weiter das "Recht der Obhut in der Herkunftsfamilie" so weit über "Das Recht auf körperlicher Unversehrtheit" und das "Recht auf Leben" eines hilflosen und schutzbefohlenen Kindes stellen darf. Als engagierter Pflegevater (wir haben auch noch 6 eigene Kinder) kann ich ein Lied davon singen, unter welch' krassen Umständen häufig Kinder 'überleben' müssen und welch' ein gewaltiger Gesetzeswust zur Zeit wohl eher das Recht der Herkunftsfamilie oder besser das Recht des Kindes auf 'Zwangsgemeinschaft mit den biologischen Eltern' schützt als zügig, konsequent und "lebensrettend" den jungen Geschöpfen einen (überlebten) und gehbaren Weg in die Zukunft aufzuzeigen.

Das ist doch der Gipfel an Merkwürdigkeiten, sollte wirklich die Kostenfrage entscheidend dazu beigetragen haben, den kleinen Jungen bei seinem drogenabhängigen Erzeuger in Obhut zu geben.
Streicht die Posten der zuständigen Senatoren, Dezernenten und Sozialarbeiter investiert deren Gehälter (im übrigen Steuergeld!) und Budgets lieber in den aktiven Schutz bedrohter Kinder!
Wie sieht es denn nun aus: Rücktritt und das war´s? Man kann nur hoffen, dass man Verantwortlichen auch gerichtlich auf die Füsse tritt. Das macht den Jungen nicht wieder lebendig aber schreckt eventuell dort auf, wo heute Verpflichtungen und Verantwortungen im Bereich von Politik und Verwaltung nicht ganz ernst genommen werden.

Statt weitere steuerfinanzierte "staatliche" Institutionen ins Werk zu setzen, sollten vielleicht einmal private Lösungsansätze verfolgt werden. Alles, was subventioniert wird, wird es leider zukünftig eben noch mehr geben.
Private Hilfsmöglichkeiten sind Pflegefamilien und auch die Adoption, aber im Grunde fängt es schon bei der Nachbarschaftshilfe an. Wenn man sich die Hürden für eine Adoption ansieht, wird auch hier wieder klar, wie oft der Staat Verursacher von Problemen ist. Diesen Bock möchte ich nicht als Gärtner sehen.