
Bereitschaft zu Dialog und Zusammenarbeit ist allemal die Grundlage der friedlichen Koexistenz. Gespräch ist die Basis dafür. Wie gut dass wir hier der Sprache und der Schrift kundig sind, um uns zu Verständigen.

könnte man hämisch fragen. Ich verkneif´s mir, zumal nach Art. 5 Abs. 1 Satz 3 GG eine Zensur nicht stattfindet. Aber folgende Fragen müssen erlaubt sein: Erhält die sog. "Islamkonferenz" jetzt (rechtlich nicht fundierte) institutionalisierte Kompetenzen wie dereinst die "Runden Tische" in der DDR? Oder was soll der Hinweis, dass dieses zum großen Teil nicht demokratisch legitimierte Klübchen eine Oper besucht (und diese - rechtlich unverbindlich - in Glaubenshinsicht begutachtet?)? Was passiert, wenn die Mehrheit dieses Gremiums die Absetzung der Oper befürworten würde? Müssen wir uns zukünftig darauf einstellen, dass die Bundesregierung oder von ihr eingesetzte Gremien Werturteile über künstlerische Werke abgeben - weil Islamisten oder die kochende Volksseele das so wollen?
Um es deutlich zu sagen: Was die Herrschaften dieser sog. Islamkonferenz über Kunst und speziell diese Oper denken, sollte für jeden, der die bürgerlichen Grundfreiheiten unserer Verfassung halbwegs ernst nimmt, in jeder Hinsicht irrelevant sein!