14. Juni 2003 Der tödliche Fallschirmabsturz des früheren FDP- Politikers Jürgen Möllemann ist von einem Springer-Kollegen gefilmt worden. Die Staatsanwaltschaft Essen habe das Video beschlagnahmt und werte es noch aus, berichtet die Zeitschrift "Focus". Nach mehrfacher Analyse kommt nach den Worten von Oberstaatsanwalt Wolfgang Reinicke ein Fremdverschulden nicht in Frage. Wir schließen aus, daß jemand vor dem Sprung auf Möllemann oder den Schirm eingewirkt hat, sagte Reinicke.
Die Zeitschrift Der Spiegel berichtet, Zeugen hätten ausgesagt, Möllemann habe vor dem Sprung am 5. Juni das elektronische Sicherheitssystem nicht aktiviert, das im Unglücksfall den Reserveschirm herauskatapultiert hätte. Auch habe er sich in etwa 600 Metern Höhe die Springerbrille heruntergerissen, hätten die Zeugen berichtet.
Der Film zeigt Möllemann beim Sprung aus der Maschine in 4000 Meter Höhe und dann erst wieder kaum erkennbar beim Absturz. Weit im Hintergrund ist er auf dem Video zu erkennen. Als kleines schwarzes Pünktchen, sagte Reinicke. Das Band aufgenommen hat laut Focus der englische Videofilmer Dave Littlewood.
Nach Informationen des Spiegel drohte Möllemann im Steuer- Verfahren eine Haftstrafe von einem Jahr. Wegen der umstrittenen Flugblatt-Aktion im Bundestagswahlkampf 2002, für die Möllemann laut Ermittler eine Million Euro von seinem Luxemburger Konto hatte abheben lassen, hätte ihm die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft diese Mindeststrafe angekündigt.
Text: dpa
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