15. August 2005 Bei seinem ersten Wahlkampfauftritt in den neuen Ländern hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) CSU-Chef Edmund Stoiber vor einer Spaltung Deutschlands gewarnt.
Herr Stoiber, kehren Sie um, machen Sie nicht weiter mit dem Versuch, Deutschland zu spalten, sagte Schröder am Montag vor der Semperoper in Dresden. Was Stoiber und andere formulierten, sei die Mißachtung der Lebensleistungen der Menschen im Osten. Außerdem würde so die Spaltung in den Köpfen und gelegentlich auch in den Herzen vertieft, sagte Schröder mit Blick auf Stoibers Äußerungen über das Wahlverhalten der Ostdeutschen. Der bayerische Ministerpräsident hatte gesagt, es dürfe nicht sein, daß letztlich die Frustrierten über das Schicksal Deutschlands bestimmen.
Zugleich sprach sich Schröder für eine friedliche Lösung im Atom-Konflikt mit Iran aus. Niemand von uns kann Interesse daran haben, daß die Herstellung und Verfügung über atomare Waffen diesem Regime möglich wird, sagte er. Es gelte den Verhandlungsansatz der Europäer zu stützen. Militärische Optionen helfen nicht weiter. Wir haben es erlebt. Sie dürften nur greifen, wenn die Vereinten Nationen zustimmten.
Text: FAZ.NET mit Material von dpa
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