16. Oktober 2007 Je höher der Bildungsstand von Einwanderern ist, desto leichter gelingt ihre Eingliederung in die Gesellschaft. Dies ist das Ergebnis einer Studie über die soziale, kulturelle, ethnische und religiöse Herkunft von Menschen mit Migrationshintergrund im Auftrag des Bundesfamilienministeriums.
Migranten wollen sich integrieren, aber dabei ihre Wurzeln nicht vergessen, sagte Familien-Staatssekretär Gerd Hoofe bei der Vorstellung der Untersuchung am Dienstag in Berlin. Demnach wird die Alltagskultur von Migranten stärker durch ihr soziales Milieu geprägt als durch Religion oder ethnische Herkunft.
Städter leichter zu integrieren
Die Studie zeigt nach Aussage Hoofes auch, dass bei Migranten mit guter Bildung und wirtschaftlicher Absicherung die Gleichberechtigung der Geschlechter als gesellschaftlicher Grundwert fest verankert ist. Einwanderer aus Städten seien leichter zu integrieren als Migranten mit einer archaisch bäuerlich geprägten Herkunft. Probleme haben oft auch Menschen, die durch Bürgerkriege entwurzelt und verroht sind.
Für die Studie über Lebenswelten und Rollenbilder von Migranten wurden vom Heidelberger Forschungsinstitut Sinus-Sociovision mehr als 100 Gespräche geführt, und zwar in der Muttersprache der Migranten. Nach Angaben des Ministeriums gab es eine solche Studie noch nie.