31. Dezember 2003 Das amerikanische Verteidigungsministerium hat den Vertrag über Treibstofflieferungen nach Irak mit dem der Preistreiberei bezichtigten Ölkonzern Halliburton gekündigt. Die für Energieversorgung zuständige Abteilung des Pentagon (DESC) sei beauftragt worden, gemeinsam mit dem irakischen Ölministerium Projekte zur Belieferung der irakischen Bevölkerung durch private Unternehmen auszuschreiben, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung des Ministeriums. Die Ausschreibung für Gas- und Treibstofflieferungen solle so bald wie möglich veröffentlicht werden. Pentagonvertreter bestritten in amerikanischen Medien, daß es einen Zusammenhang zwischen der Vertragskündigung und der Kritik an möglicherweise überteuerten Lieferungen von Halliburton gebe.
In einem im Dezember bekannt gewordenen Bericht wirft das Verteidigungsministerium der Halliburton-Tochter Kellogg, Brown and Root (KBR) unter anderem vor, Treibstoff zu überteuerten Preisen an die amerikanische Armee in Irak geliefert zu haben. Nach Medien-Informationen wurden 61 Millionen Dollar (48 Millionen Euro) zuviel gezahlt. Die Vergabe von Aufträgen an Halliburton ist in den Vereinigten Staaten umstritten, weil sie nicht öffentlich ausgeschrieben worden waren. Der amerikanische Vizepräsident Dick Cheney war bis vor drei Jahren Halliburton-Chef.
Text: AFP
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