02. Juni 2004 Der amerikanische Präsident Bush hat Verständnis für die Gegner des Irak-Kriegs geäußert. Wenige Tage vor den Feiern zum 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie sagte Bush dem französischen Magazin Paris Match, nunmehr sei es an der Zeit, zusammen für die gemeinsamen Werte einzutreten.
Unter Freunden müsse man durchaus nicht immer einer Meinung sein. Nach dem Zweiten Weltkrieg hätten viele Leute nicht daran geglaubt, daß Deutschland und Japan frei und demokratisch werden könnten. Doch die Prinzipien und Wertesysteme, die auf Anwendung von Gesetzen, Demokratie und Gerechtigkeit bauten, hätten sich durchgesetzt. Deshalb gehörten beide Länder heute zu unseren besten Verbündeten in diesem Krieg, sagte Bush nach Angaben der Zeitschrift vom Mittwoch.
Es sei niemals zu spät daran zu glauben, daß die Menschen frei werden könnten, sagte Bush mit Blick auf die Situation in Irak. Nicht alle Kämpfer dort seien Terroristen, erklärte Bush weiter. Die Selbstmordattentäter seien Terroristen, doch andere könnten einfach die Besatzung nicht ertragen. Ich selbst könnte es nicht ertragen, wenn mein Land besetzt wäre, sagte der amerikanische Präsident weiter. Deshalb erhalte Irak seine Souveränität zurück.
Bush trifft sich am Samstag mit dem französischen Staatschef Jacques Chirac in Paris und nimmt am Sonntag gemeinsam mit weiteren 16 Staats- und Regierungschefs in der Normandie an den Feiern zum 60. Jahrestag der Landung der Alliierten teil. Er habe in der Irak-Krise eine schwierige Entscheidung getroffen, mit der nicht jeder einverstanden gewesen sei. Aber ich verstehe das, sagte Bush den Angaben zufolge. Er sei niemals über Frankreich verärgert gewesen.
Text: FAZ.NET mit Material von AP
Bildmaterial: AP
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