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BKA
Mutmaßlicher Deutschlandchef der PKK verhaftet

Wenige Tage nach der Freilassung dreier Deutscher aus der Geiselhaft der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK hat das Bundeskriminalamt in Detmold den mutmaßlichen Deutschlandchef der Organisation verhaftet. Der 47 Jahre alte Türke kurdischer Abstammung werde verdächtigt, als professioneller Kader der PKK unter falschem Namen von März bis Juni 2007 Leiter des PKK-Sektors Süds und anschließend bis Juni diesen Jahres Deutschlandverantwortlicher der PKK gewesen zu sein, teilte die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe mit.

Ihm werde Rädelsführerschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Zudem soll er während seiner Tätigkeit Anfang August 2007 eine 21 Jahre alte Frau, die von dem damaligen Verantwortlichen der PKK-Region Stuttgart ein Kind erwartete, durch Morddrohungen zum Schwangerschaftsabbruch gezwungen haben.

Gegen den Beschuldigten wurde am Dienstag vom Amtsgericht Detmold Haftbefehl erlassen. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Mit den weiteren Ermittlungen sei das BKA beauftragt worden, teilte die Bundesanwaltschaft weiter mit.

Am Sonntag waren drei bayerische Bergsteiger aus PKK-Geiselhaft im türkischen Grenzgebiet zum Iran auf dem Berg Ararat freigekommen. Die Kurdische Arbeiterpartei hatte mit der Entführung eine Änderung der Kurdenpolitik der Bundesregierung erreichen wollen. Kürzlich hatte Innenminister Wolfgang Schäuble den kurdischen Fernsehsender Roj-TV in Deutschland verboten. Die PKK wird von der Türkei, der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten als Terror-Organisation eingestuft. Sie kämpft seit 1984 für einen Kurden-Staat im Südosten der Türkei.

Reuters


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