
Lieber Leute,
Kampf der Kulturen hin oder her. Die Antwort darauf ist doch eben nicht - und nichts Geringeres hat der Papst angesprochen und gemeint - eine erneute Hinwendung zum Christentum. Das haben wir nun wirklich hinter uns - dachte ich zumindest.
Wenn schon Stellung beziehen, dann doch bitte nicht in den privaten Dingen des Lebens (eben u.a. Religion), sondern zu unseren verfassungsrechtlichen und Staatsphilosophischen. Eines dieser Prinzipien sagt, dass Staat und Relegion zu trennen sind. Daher, lieber Benedikt, braucht es auch keinen Christen, um mit islamischen Vertreten zu kommunizieren!
Nur mit Ratio, nicht mit eigenem Fundamentalismus können wir dem Kampf der Kulturen begenen und diesen friedlich lösen. Also, Geist ist geil, aber bitte der lebendige und freie Geist, nicht der heilige!

Die unglaublich agressiven Reaktionen aus der islamischen Welt zur Vorlesung Benedikts XVI. in Regensburg zeigen wie auch schon die Fatwah gegen Salman Rushdie, die Maßlosigkeit der Angriffe gegen die Meinungsfreiheit bei den Karikaturen aus Dänemark oder die Agressivität, mit der die Armeniergreuel von vielen Personen in der Türkei geleugnet werden, den totalitären Charakter vieler heutiger Vertreter des Islams. Natürlich gibt es Muslime die auf friedfertige Weise Gott (Allah) suchen. Aber solange in muslimischen Staaten Konvertiten zum Christentum mit dem Tode bedroht werden, solange die Freiheit der Meinungsäußerung auch in Glaubensfragen, solange die Freiheit der Person, insbesondere der Frauen nicht geachtet werden und solange Millionen für die totalitäre Propaganda Khomeinis und seiner Nachfolger, der Muslimbruderschaften oder al-Quidas empfänglich sind, ist es nur eine Tatsachenfestellung die totalitäre Gewalt, die auch im Koran angelegt ist (z.B. Stellen zum Dschihad) und durch die Auslegung vieler Imame befördert wird, als solche zu benennen. Und das hat Manuel II Paleologos nach immerhin 750 Jahren Kampfs des christlichen Byzanz mit moslemischen Staatsgebilden im Jahr 1391 getan. Leider is die Lage 2006 ähnlich.

Die Kritik an Papst Benedikt ist in keiner Weise berechtigt.
Die Grundaussage des Christentums und da sind alle Konfessionen eingeschlossen, ist die Nächsten- und sogar die Feindesliebe. (Matth,5,44)
"Gott und Gewalt schließen sich aus " sagte der Papst wörtlich.
Gewalt gegen unschuldige Menschen beleidigt Gott. Unter diesem Kontext ist die gesamte Rede zu sehen.
Wenn sich diese Sicht der Dinge auch bei einigen Herren im nahen und mittleren Osten durchsetzen würde.
kämen wir der Lösung vieler Probleme sicher wesentlich näher.

Vorab: Ich bin Protestant. Der Papst Benedikt als Kirchenoberhauot ist mir persönlich schnurzegal (den Theologen Ratzinger finde ich interessanter).
Die Reaktionen der sog. islamischen Welt wären lächerlich, wenn die zu erwartenden Folgen (crash of civilizations) nicht so übel wären. Jede Wette: Keiner, der hier den Papst der Blasphemie oder der Beleidigung bezichtigt, hat dessen Äußerungen vollständig gelesen. Wie bei anderer Gelegenheit auch im Westen üblich, nutzen Politiker und Interessenvertreter den Hype, um sich zu profilieren. Aber dieses Eisen ist zu heiß für solche Mätzchen.
Der einfache Grundsatz: Sachverhalte erst Prüfen - dann Nachdenken - schließlich darüber Urteilen und Reden ist diesen Leuten offenbar völlig fremd. Jäher kann sich der Niedergang der einst blühenden Wissenschaftstradition in der islamischen Welt gar nicht zeigen.
Die Vorwürfe und Vergleiche (Hilter) werden immer absurder.
Nicht der Papst hat den Islam verleumdet. Sondern prominente Muslims und politische Repräsentanten muslimischer Staaten (einschließlich der ach so laizistischen Türkei) verleumden den Papst.

Na, da wollten die Muslime mal wieder irgendein an den Haaren herbeigezogenen Grund finden, um wie bei den Karikaturen "Rabbatz" zu machen. Da ist man sich dann auch nicht zu schade, den absolut untadeligen Papst mit Hitler und Mussolini auf eine Stufe zu stellen. Sinn und Zweck der Rede wird wie selbstverständlich nicht zur Kenntnis genommen. Wie lange lassen wir uns Christen das eigentlich gefallen. Wir können immerhin stolz sein, dass Jesus im Gegensatz zu anderen Religionsstiftern Gewaltlosigkeit predigte und sein Leben für uns alle hingab.

Ich werde das Gefühl nicht los, das es zu einem clash kommen soll, eine Verschwörung des Westens auf breiter Front gegen den Islam. Die Parallele bietet sich hier zwischen dem alten Papst (Kampf gegen den Osten, dem Kommunismus) und dem neuen Papst (Kampf gegen den Osten, dem Orient).
Der clash of the civilisation hat schon längst begonnen, zuerst durch die westlichen Intellektuellen gegen den Islam, dann die Hetze der Politik gegen den Islam als Terrorismus und last not least die Krönung und damit die Absolution durch den Papst.
Shahriar Shahed

In sämtlichen Medien ist z.Z. über die Kritik der muslimischen Welt zu lesen und es wächst in mir der Eindruck, dass die hier lebenden Christen völlig der Unfehlbarkeit des Papstes verfallen sind. Ich habe vielleicht leicht reden, da ich selbst keinerlei Religionsgemeinschaft angehöre, jedoch ist es für mich völlig unverständlich, wie nicht nur die hier diskutierte Aussage des Papstes , sondern auch andere, die er während seines Aufenthaltes in Deutschland getätigt hat einfach kritiklos hingenommen, ja sogar bejubelt worden sind (z.B. seine Kritik am sozialem Engagement katholischer Priester in Afrika angesichts dortiger katastrophaler Zustände). Natürlich zitiert der Papst hier nur aber er benutzt den genannten Dialog um ein Beispiel für "vernünftige" Religion und "irrationale" Religion anzuführen. Für das erstere steht natürlich das Christentum und der Islam steht für eine unvernünftige, die auch schon mal zu den Waffen greift. Er sollte sich nicht anmaßen ein Urteil über eine andere Religion zu fällen, angesichts der sehr blutigen und brutalen Geschichte des Christentums. Er sollte sich entschuldigen, und diesmal nicht nur bei seinem Gott sondern auch bei den Menschen!

wer ist frei von Sünden....?
Es ist nicht mehr die Sache interessant, sondern die Reaktionen.
Der Papst sagte etwas......
Der Mufti erwiederte ihm ....
Aber dann kommen genau die Menschen, die bis gestern über falsch zittierte, aus der Zusamenhang gerissene und propagandistische vermittelte Rede eines Präsidenten so aufregten, regen sie sich jetzt auf, über reaktien in der Türkei bzw. in der islamischen Wert.
Wenn jede Leserin und Leser einige Minute Inne halten würde, und darüber nachdenken würde, wie sie/er in umgekehrten Fall reagieren würde, dann soll sich zu wort melden, ansonsten ....

Wie wäre es mal wenn sich die Islamisten von Gewalt und Hass lösen und auch mal einen Beitrag zu einer friedlicheren Welt zu leisten.
Bitte lieber Papst entschuldige DU dich wenigstens NICHT, wenn schon die westlichen Regierungen, wie beim Karikaturen-Streit, ihre Würde und Respekt aufgegeben haben.........

Der stellvertretende Vorsitzende der türkischen Regierungspartei AKP, Salih Kapusuz, vergleicht allen Ernstes den Papst mit Hitler. Diese Äußerung und die völlig irre Reaktion aus der muslimischen Welt zeigen, wie weit her es mit der von dortiger Seite stets eingeforderten Toleranz ist. Ein besseres Argument gegen die Aufnahme der Türkei in die EU hätte man im Westen gar nicht finden können. Man möchte allein aus Solidarität zum Papst fast schon katholisch werden. Traurig nur, daß der Vatikan schon dabei ist einzuknicken!

1. Der Papst weist auf Sure 2:256 (!) hin. Er weiß also, daß der Islam Zwang in Glaubensfragen ablehnt.
2. Benedikt XVI. ist kein Hassprediger. Er hält eine Vorlesung über den Dialog von Religion und Vernunft.
3. Er hat den Kaiser zitiert, um deutlich zu machen, dass immerwieder behauptet wird, daß Religionen gewalttätig seien. Wenn dies so wäre, müsste Gott unvernünftig handeln, so die Ansicht des Papstes. Außerdem bewertet er das Zitat des Kaisers ablehend als "schroff". Er verortet die Behauptung, dass Gott unvernünftig handele in Strömungen, die von der griechischen Philosophie geprägt sind.
4. Daran anknüpfend stellt er die Frage, ob auch der christliche Glaube so einen Gottesbegriff habe, der die Vernunft aus dem Göttlichen ausschließt.
5. Er antwortet, daß Christen an einen Gott glauben, der aus Vernunft handelt.
6. Er zitiert einen franz. Islamologen, der von einem mulsim. Gelehrten sagt, er würde seinen Gott als nicht an die Vernunft gebunden ansehen.
7. Auf dieser Basis bietet der Papst den Muslimen einen Dialog an.
8. Die letzten Predigten sagen eindeutig: Der Papst veurteilt den Zynismus gegenüber Gott und sieht diesen als Hindernis im Dialog der Kulturen.

der Papst zitiert ein historisches Dokument. Der Inhalt des Zitats wird ihm in den Mund gelegt, als sei es seine eigene Meinung. Wer die Rede liest, weiß dass dies sicherlich nicht der Fall ist.
Kritiker stimmen in das Heer überempfindlicher Reaktionen ein. Werfen dem Papst vor, dass er Partei ist. Nur, was soll er denn als Oberhaupt der katholischen Kirche sonst sein? Ein Schiedsrichter, der über den Wahrheitsgehalt diverser Religion zu befinden hat? Das ist doch lächerlich.
Gehen wir einmal davon aus, dass aus dem Heer der Kritiker kaum einer die betreffende Rede gehört hat, aber alle in den Chor einfallen.
Gehe wir davon aus, dass zahlreiche, wohlmeinende Intellektuelle ebenfalls abwägend und kritisierend in nicht enden wollenden Talkshows gleichfalls in den Refrain einstimmen.
Nur, wie im Falle der Karikaturen, wird man auch fragen müssen, aber wann eigentlich Kritik erlaubt ist. Dass irgendjemand sich auf den Schlips getreten fühlt ist zu wenig. Wollte man jede Rede so artikulieren, dass ein jeder sich damit einverstanden erklärt, landen wir im Bereich eines aussagelosen, aber netten Wortgeplänkels.

Das ist eine viel zu übertriebene Reaktion auf diese Vorlesung des Papstes.Wiedermal wird eine Aussage von einigen Zeitungen und anderen Medien aus dem Kontext gerissen um Spannungen und Ausschreitungen zu provozieren.
Der Papst würde den Islam nicht als gewaltverherlichende Religion bezeichenen,weil sie im Mittelalter eine Zwangsislamisierung betrieben hat und zugleich Mohammed beleidigen,da er selber am Besten weiß, dass das Christentum das selbe getan hat, wenn man da nur an die Kreuzzüge und die Zwangschristianisierung von Spanien denkt.
Der Unterschied ist einfach,dass die Westliche (christlichorientierte) Welt mehr kritik zulässt.Ich meine man lernt hier in der Schule,über die Kreuzzüge und die Fehler die die Kirche gemacht hat und immer noch macht (z.B.Stichwort Verhütungsmittel),doch leider ist das in der Islamischen Welt anders.Kritik wird nicht zugelassen.
Schaut man sich auf MTV die Sendung POPETOWN an,in welcher der Papst und der Vatikan auf gut deutsch verarscht werden,bemerkt man,dass es kaum eine bemerkenswerte Reaktion dazu gab, außer ein paar Debatten im Fernsehen.Vergleicht man dazu die Reaktionen auf die Mohammed-Karikaturen so sieht man den Unterschied.Wir gehen viel offener mit der Religion um.

Zitat: " Der Islam lehnt alle Form vom Gewalt ab"
"Ich bitte den Papst und damit den Vatikan sehr höflich keine weiteren kritischen Äußerungen gegenüber dem Islam zu verbreiten, da andernfalls seitens der islamischen Religionsgemeinschaften als Reaktion Aufruhr ausgelöst werden, die ebenfalls den globalen Frieden angreifen werden und dies hätte dann letztendlich der Papst zu verantworten."

Das einzige, was ich dem Papst vorwerfen kann, ist der möglicherweise zeitlich zu früh angesetzte und nun mißglückte Versuch, daß er in einem philosophisch-theologischen Diskurs zu einem friedlichen, vernünftigen Dialog mit eben jener Kultur aufruft, der er zuvor, einen Islamologen zitierend, die Unvernunft ins Gottesbild (in Relation zum Gottesbild des christlich-griechischen Denkens) geschrieben hat. Was kann man da anderes erwarten als einen emotionalen - wenig vernunftgesteuerten - Aufschrei. Leider Gottes sehr entlarvend für jene Kultur, die aufgefordert ist, in eben jenen Diskurs einzutreten. Dazu aber bedarf es mehr als die polemischen Einwürfe von islamischen Verbänden und Regierungsvertretern. Es mag etwas Unvernünftiges in sich bergen, auf eine vernunftgemäße Auseinandersetzung der Kulturen zu hoffen. Doch bleibt letztendlich eben nur die Hoffnung, daß der Dialog auf demselben intellektuellen Niveau weitergeführt werden kann, auf dem er von Papst Benedikt angestoßen wurde. Ansonsten Gute Nacht!

Ich habe große Achtung gegenüber dem Amt des Papstes. Er hat einen großen Einfluss über die Meinung der Menschen auf der ganzen Welt. Er hat mit seiner Kritik gegenüber dem Islam nicht nur bei den Muslimen für Empörung gesorgt aber auch damit den globalen Frieden angegriffen. Ein wahrer Christ ist derjenige der die Lehren des heiligen Jesus verfolgt und damit steht Er/Sie dem Islam nahe. „Jehad“ wird im Westen als „Heiliger Krieg“ übersetzt. Doch im Islam hat der „Jehad“ eine ganz andere Bedeutung. Wörtlich übersetzt heisst es nämlich: Anstrengungen unternehmen um sich von seinem Ego zu befreien. Es heisst im heiligen Quran: „Es soll kein Zwang sein im Glauben“ (Sure 2:252). Und an anderer Stelle, in Sure 18 Vers 30: „Und sprich: „Die Wahrheit ist es von eurem Herrn: Darum lass den gläubig sein, der will, und den ungläubig sein, der will“. Der Islam lehnt alle Form vom Gewalt ab. Ich bitte den Papst und damit den Vatikan sehr höflich keine weiteren kritischen Äußerungen gegenüber dem Islam zu verbreiten, da andernfalls seitens der islamischen Religionsgemeinschaften als Reaktion Aufruhr ausgelöst werden, die ebenfalls den globalen Frieden angreifen werden und dies hätte dann letztendlich der Papst zu verantworten.

Der Medienrummel um die dänischen Karikaturen und die jetzigen missverstandenen Papst-Äußerungen machen eines klar: Islamische Würdenträger reagieren derzeit höchst sensibel. Selbst der Papst scheint die Fettnäpfe nicht mehr vermeiden zu können.
Dass der Glaube nicht durch das Schwert verteidigt werden darf, ist eine Errungenschaft der Moderne. Für die mittelalterlichen Menschen war die Vorstellung durchaus legitim. Daher hat der Papst das Gespräch zwischen dem byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaeologos und einem persischen Theologen angeführt.
Was der Papst mitteilen wollte, geht aus der wörtlichen Rede hervor:
„Nicht vernunftgemäß, nicht mit dem Logos handeln ist dem Wesen Gottes zuwider“. Und dabei zitiert er Manuel II., der – historisch gesehen – in einer Notlage, nämlich der Belagerung von Konstantinopel, den Persern versucht, die Gewalt, an die Vernunft appellierend, auszureden. Dem Papst ging es um die „Weite der Vernunft“, denn er zählt auch den Glauben, entgegen einiger Naturwissenschaftler, zur Vernunft.

Nun veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung bereits vor zwei Tagen die Rede Seiner Heiligkeit im Auditorium Maximum der Regensburger Universität.
Vor drei Tagen hat dieser seine Rede gehalten, aber jetzt erst, ähnlich der Situation mit den Mohammed-Karikaturen, fällt es auf....
Absurd dabei ist vor allem die Tatsache, dass Benedikt gelegentlich eine nicht geheime historische Quelle benützt hat, um u. a. die Unterschiede zum Islam und zum Christentum herauszustellen. Er zitierte hier bloß, nicht mehr!
Und dabei enthielt diese Quelle nicht einmal Neues, gar Beleidigendes. Aussage ist nur die, dass Mohammed im Hinblick auf die Vernunft und den Frieden, die Benedikt in seiner Rede als zentrale Felder der christlichen Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben nannte, nichts Positives erreicht hat.
Expansionismus und Krieg, zu dem aufgestachelt wurde, waren die Folgen des "Propheten" und seiner neuen Lehre.
Das wissen leider die meisten Muslime nicht, weil sie schlicht kaum unsere europäische Bildung besitzen / besitzen können.

Der Vorfall, den der Papst hier auslöst, kommentiert indirekt eine alte Behauptung der Vernunftphilosophie, wie sie heute vor allem von der Analytischen Philosophie hochgehalten wird. Man kann zwischen Benutzung und Erwähnung (use/mention) unterscheiden. Ein Zitat werde erwähnt (wiedergegeben, angeführt), aber eben nicht benutzt (gemeint, behauptet). Wenn der Papst also eine Bemerkung aus dem Mittelalter anführt, so behauptet er nicht zugleich, was in dem Zitat steht.
Auch in der westlichen Tradition gibt es Strömungen, die daran zu erinnern suchen, daß die Unterscheidung zwischen use und mention nicht so unproblematisch ist. Dazu gehört dir antike griechische Philosophie und Rhetorik. Wenn der Papst gerade in seiner Kritik an der jüngeren westlichen Vernunft übt, so hätte er eigentlich nicht glauben dürfen, dieses Zitat unbenutzt anführen zu können...

In letzter Zeit wird überall ein Grund gesucht um sich aufregen zukönnen, ob das nun Muslime oder Otto-Normalverbrecher sind. Jeder sucht und die allermeisten finden etwas, wie sehr es auch an den Haaren herbeigezogen sein möchte.
So etwas sollte man mit Nichtachtung strafen.
Und falls der Papst tatsächlich etwas gesagt hat, dass Toleranz fordert, dann wird er seine Gründe dafür haben (die den meisten Menschen wohl unentdeckt bleiben). Ohne so klug zu sein, wie er ist, wäre kaum Papst geworden.

Es ist schon sehr bedenklich, dass so ein Mann wie Benedikt XVI Vertreter von Jesus Christus sein soll. Er ist ein Mann, der als Kind in der Hitlerjugend aktiv war. Außerdem strahlt er anstatt Wärme, Kälte ab.Auch seine Äußerungen über EU-Beitritt der Türkei sind nicht gerade positiv.Jesus wäre für ein Miteinander und Frieden zwischen der verschiedenen Kulturen und Religionen.Aber für mich ist es eigentlich egal, was er sagt oder denkt.Und entschuldigen braucht er sich auch nicht.Er ist eben so, feidschaftlich, kalt und uncharismatisch.Für mich ist er ein unwichtiger Mensch, der als "Wichtiger Christ dargestellt" wird.Ach seine Campagnen gegen Muslime werden die Kirchenaustrtitte nicht beenden können.Viele haben einfach den Glauben an die katholische Kirche verloren.Es ist eben ein Unterschied zwichen einem muslimischen Vorbeter und einem Papst.Ein muslimischer Imam würde z.B. Jesus Christus NIE beleidigen.Wer so handelt wie der Papst, ist wie ein Elefant im Glasladen.

christlichen, insbesondere die römisch katholische Kirche ist. Interessant ist es bestimmt, Kardinäle, oder den Papst auf die nicht gerade seltenen Fälle von Priestern die sich wegen pädophilen Neigungen stafbar gemacht haben anzusprechen, oder wenn man die katholische Kirche mal so spaßeshalber als den ältesten homosexuellen - Club des Abendlandes bezeichnet.Mit der gespielten Toleranz, bzw der Dickhaütigkeit dürfte es dann schnellstens vorbei sein.

Man kann den Eindruck gewinnen, daß seitens der muslimischen Welt eine Hysterisierung gewünscht ist. Respekt vor anderen Religionen, Rücksichtnahme auf Empfindlichkeiten schön und gut, aber es kann nicht sein, daß immer nur eine Seite zu diktieren versucht, wer was aussprechen darf und wer nicht. Daß es sich bei der Vorlesung des Papstes um eine intellektuelle Reflexion an einer Universität handelte, wird unwissend oder gar bewußt übersehen. Es ist zu hoffen, daß der Vatikan bei allem gebotenen "Respekt" hier nicht einknickt und weiterhin besonnen darauf hinweist, daß es um ein historisches Zitat ging. Beleidigtsein sollte nicht die Kategorie unseres Redens und Handelns werden.

Da traut sich einmal einer die Wahrheit über den Islam auszusprechen und schon wird er genau aus dieser Richtung scharf verurteilt.
Die heftigen Reaktionen über dessen Aussagen über Mohammed beweisen einmal mehr die Unvereinbarkeit des Islams mit unserer Gesellschaft.
Wer es immer noch nicht gemerkt hat: Wir stecken mitten in den Anfängen eines Kulturkampfes.
Es wird nicht mehr lange dauern, bis in den muslimischen Ländern wieder gewaltätige Ausschreitungen wegen der Aussagen des Papstes über Mohammed stattfinden werden. Wie bereits in diesem Jahr geschehen, mit einem weit geringeren Grund als Aufhänger.

Der Papst hat zitiert und das Zitat obendrein als "ungewöhnlich schroff" gewertet. Eine persönliche Stellungnahme sieht ganz anders aus! Außerdem zeigt der Zusammenhang, dass es Benedikt XVI. nicht um eine Verurteilung des Islam ging, sondern um Kritik an jeder gewalttätigen Radikalisierung religiöser Überzeugungen - auch im Christentum. Somit steht die inkriminierte Äußerung in keinem Widerspruch zu seinem bisherigen Engagement für den interreligiösen Dialog.
Dass der Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche nicht den islamischen Glauben teilt, sollte eigentlich nicht weiter verwundern - und zwischen Andersgläubigen darf es selbstverständlich auch gegenseitige Kritik geben, sofern sie sachlich bleibt. Aufgewiegelte Massen in der islamischen Welt und antiislamische Reaktionen unsererseits helfen da nicht weiter. Oder hoffen wir ernsthaft auf den völligen "clash of civilizations"?

Über innhalt dieser Vorlesung will ich mich nicht äußern, da ich sie nicht so gut kenne.
Was aber die Reaktionen in der islamischen Welt betrifft, denke ich, dass man hier sich nicht darüber zu beklagen hat.
Denn manche Argumente, dass die Rede aus Zusammenhang geriessen worden sei,
oder man muß es im kontex sehen usw..
genau das gleiche fehler machen die Verantwortlichen, Medien , Funktionäre, Politiker und Priester auch.
Es wird einen Satz, was im Iran gesprochen wird, wird hier aus Zusammenhang geriessen und da es Geo-politische Notwendigkeit dies verlangt, wird hier ganz anderes im Licht der Öffentlichkeit gestellt.
Daher, wie ich meine, sollten hier die Medien und Verantwortlichen zur erst auf die eigene Nase fassen.

Die propagandistische Auslegung der Rede des Papstes durch führende Anhänger des Islams zeigt eindeutig, dass händeringend von der islamischen Welt nach Material gesucht wird um den Glaubenskonflikt zu vertiefen. Es ist wirklich beschämend zu zusehen wie dies immer wieder auf niveauloseste Art betrieben wird.

Da hat unser Papst wohl ins Fettnäpfchen getreten! Aber anstatt jetzt von ihm eine Entschuldigung zu fordern wäre es für die moslemischen politischen und religiösen Oberhäupter höchste Zeit, sich endlich offiziell von Dschihad, Selbstmordattentätern und Morden im Namen ihrer Religion zu distanzieren.
Und man kann es nicht oft genug sagen: die christliche Religion hat aus den Sünden der (lange zurückliegenden) Vergangenheit gelernt und ist nicht länger Staatsreligion, noch werden in ihrem Namen Kriege geführt oder Terroranschläge verübt. Aber wo ist die Lernbereitschaft der Moslems, pardon: der moslemischen Oberhäupter?
Diese andauernden Aufgeregtheiten der islamischen Welt nerven einfach nur. Erst die Mohammed-Karikaturen, jetzt der missverstandene oder missverständliche Papst. Wie wäre es mit etwas Gelassenheit? Der Vorwurf geht aber eindeutig nicht gegen die Gläubigen, sondern gegen die religiösen Führer! Glaubensfreiheit ist in der westlichen (christlichen) Welt ein fester Bestandteil der Grundrechte, wie sieht es denn auf der anderen Seite aus? Staatlich sanktionierter Massenmord an "Ungläubigen" in Darfur etc.
Solange die Realität in islamischen Ländern so aussieht, muss sich der Papst für garnichts entschuldigen!

Das ganze riecht nach dem Karrikaturenstreit bzw. "stiller Post". Der genaue Wortlaut könnte hier vielleicht weiterhelfen...

Wie so oft habe ich den Eindruck, dass die Reaktionen auf die Vorlesung des Papstes völlig überzogen sind, da sie aus Unkenntnis über den eigentlichen Inhalt der Rede bzw. nur aus der Kenntnis eines aus dem Zusammenhang isolierten Zitats resultieren.
Liest man die gesamte Vorlesung, entsteht vielmehr der Eindruck, dass der Papst das erwähnte Zitat als Aufhänger für eine Kritik an der heutigen (christlichen) Theologie und Philosophie nutzt, deren "Vernunft" eingeschränkt ist und nicht mehr dem idealbild der Vernunft (Logos) entspricht. Genau dies nennt der Papst als einen Grund für unsere (westliche) Unfähigkeit mit den Religionen in einen fruchtbaren Dialog einzutreten.
Das Zitat ist also nicht unbedingt als Islamkritik zu verstehen, sondern durchaus auch als Kritik an unserer säkularisierten westlichen Gesellschaft.
Ich verstehe das Zitat nicht als Kritik am "Islam", sondern als Kritik an ALLEN, die der Meinung sind, Religion kann man mit Gewalt erzwingen. Es bezieht sich also auf religiöse Fanatiker ohne auf eine bestimmte Religion festgelegt zu sein.

Natürlich wollte den Papst Muslime nicht verletzen. Muslime sollten vielleicht etwas mehr Mühe unterziehen, die Worte des Papstes genau zu verstehen und gerecht zu deuten, bevor Sie sich persönlich beleidigt aussagen. Keiner der zitierten Leute sagen warum Sie sich beleidigt fühlen. Sie sollten sich bemühen, ein gründliches Widerwort hin zu stellen.

Wie kann das sein? Ich kann nicht glauben, dass sich so viele Stellen an einem schlichten Zitat hochziehen, das in keiner Weise der Meinung des Papstes oder Vatikans entspricht. Warum soll sich irgendjemand dafür entschuldigen, im Rahmen einer Rede etwas Derartiges zitiert zu haben?
Meiner Ansicht nach zeigt sich hier wieder einmal, dass alle nur darauf gewartet haben, dass der Papst irgendetwas Negatives sagt, um es dann aus dem Zusammenhang zu reißen und sich als beleidigt und verletzt darzustellen.
Einfach nur lächerlich! Mir fällt es schwer, die Kritik an der Äußerung des Papstes ernst zu nehmen.

Verständlich, wenn führende Muslime jetzt eine Entschuldigung für die Äußerungen des Papstes in Regensburg fordern. Sie fühlen sich missverstanden. Vielleicht könnten sie solchen Missverständnissen in Zukunft vorbeugen, indem sie öffentlich genauso stark gegen islamischen Terrorismus und Gewalt aus den eigenen Reihen protestieren.

Als großer Anhänger und Bewunderer von Benedikt dem XVI habe ich mit Trauer festgestellt, wie der Bayernbesuch zur provinziellen Folklore geriet und die Adressierung an innerbayerische Befindlichkeiten wie Islamophobie in die Rede hineinkam. Dabei ist Benedikt XVI. eigentlich ein großer Kenner der anderen Religionen. Aber hier ist der Stoiber in ihm durchgegangen - der erste große Knick seit der Amtseinführung.
Auch der Papst ist eben nicht unfehlbar. Mir tut es weh, denn ich habe mir von ihm mehr Weisheit erhofft.

Die Reaktionen auf Benedikt XVI. Ausführungen in seiner Regensburger Vorlesung erhellen schlaglichtartig, woran der "Dialog der Kulturen" mit den Muslimen krankt: Es fehlt auf islamischer Seite vielfach an drei elementaren Voraussetzungen eines jeden fruchtbaren Dialogs - an der Bereitschaft zu differenzieren, zuzuhören und Selbstkritik zu üben. Papst Benedikt ist es auf die ihm eigene feinsinnige und differenzierte Art gelungen, durch das Zitieren einer byzantinischen (!) Quelle aus dem 14. Jahrhundert implizit das in Orient und Okzident gleichermaßen verbreitete Klischee von der angeblichen Vernunftwidrigkeit und durchgängigen Gewaltbereitschaft der spätmittelalterlichen Kirche in Frage zu stellen. Diese Art zu differenzieren stellt freilich zugleich zentrale Mythen des politischen Islam in Frage, der sich in einer permanenten Opfer/Ankläger-Attitüde gefällt. Auf den Appell des Papstes zu einem vernunftgeleiteten, friedlichen Diskurs mag man schon gar nicht hören. Das schäumende Aufbegehren gegen die wahrgenommene Kritik (die typischerweise sogleich mit Beleidigung identifiziert wird) befreit amtliche und nichtamtliche, staatlich besoldete und selbsternannte Repräsentanten des Islam von der Zumutung der Selbstkritik

Vielleicht wollte er jetzt die Rolle des für ihn schismatischen Manuel II nehmen und den Dialog fortsetzen.

Papst B. alias Theologe Ratzinger äußerte sich in einem universitären Diskurs über eine jahrhundertealte theologische Frage und zitierte dabei ausführlich ein altes Streitgespräch zwischen Christ und Muslim. Müsste eigentlich keinen sonderlich interessieren. Gäbe es nicht einen aus dem Kontext gerissener Satz. Prompt meinen nun Muslims zwischen Bottrop und Mekka, deswegen beleidigt sein zu müssen, obwohl sie überhaupt nicht alles mitbekommen haben.
Die Hypes der türkisch-arabischen Medien tragen dazu bei, dass Fronten an Gestalt gewinnen, die freilich latent vorhanden sind.
Sollte ein Papst oder wer auch immer deshalb in vorsorglicher Selbstzensur den Mund halten? Nein. Denn man kann ohnedies keinen Dialog mit Leuten führen, die jeden Satz, der ihnen nicht passt oder den sie nicht kapieren, als Blasphemie auslegen.

Wie man schon beim Karikaturenstreit deutlich sehen konnte, stehen die Reaktionen in der islamischen Welt in keinerlei Relation zur eigentlichen Handlung.
Solange es nach islamischen Verständnis kein Problem darstellt Andersgläubige als "Ungläubige" zu verunglimpfen, Fatwas incl. Mordaufruf gegen Islamkritiker auszusprechen (z.B.: Salman Rushdie) sowie antizionistische und antisemitsche Hetztiraden in arabischen Medien zu veranstalten, sollte man der Kritik aus der islamischen Welt keine weitere Aufmerksamkeit schenken.
Solange derart überzogen reagiert wird, ist jedenfalls meiner Meinung nach kein "Dialog" mit der islamischen Welt möglich.
Vielleicht wollte der Papst auf diesen Missstand hinweisen ?
Gruß
Dr. Elisabeth Müller

Natürlich wollte der Papst den Islam nicht als gewalttätig verunglimpfen; er zitierte die Debatte zwischen dem byzantinischen Kaiser und seinem persischen Gesprächspartner ja nur im Zusammenhang mit seinen akademischen Reflektionen über den Zusammenhang zwischen Glaube und Vernunft sowie die Bedeutung der Vernunft als Kriterium für das Handeln Gottes, wobei er auf Unterschiede zwischen den Weltreligionen hinwies.
Aber unabhängig davon, dass es sich bei der Vorlesung des Papstes, dessen Friedensliebe außer Frage stehen dürfte, um eine völlig unpolemische akademische dialektische Auseinandersetzung handelt, er hätte die durch die aktuellen Ereignisse ins Extreme gesteigerten Empfindlichkeiten auf Seiten der Muslime stärker berücksichtigen müssen; ein Papst ist nie privat.
Hartmut Stroth