18. Juli 2001 Zwei Tage vor dem G-8-Gipfel in Genua hat Bundeskanzler Gerhard Schröder ein hartes Vorgehen gegen gewalttätige Demonstranten gefordert. Wer nur auf Randale aus ist, der kann und sollte nicht mit Nachsicht rechnen, wird er in der Donnerstagsausgabe der Bild-Zeitung zitiert.
Gegen gewalttätige Chaoten müsse mit der ganzen Härte des Gesetzes vorgegangen werden. Reisenden Gewalttätern muss man durch frühzeitige Grenzkontrollen und durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Polizei und Sicherheitsbehörden das Handwerk legen, fügte Schröder hinzu. Wer aber friedlich demonstrieren wolle, solle das tun, ohne sich von Randalieren missbrauchen zu lassen.
Am Mittwoch war in Italien abermals eine Briefbombe explodiert. Eine Mitarbeiterin des Fernsehsenders von Ministerpräsident Silvio Berlusconi in Mailand erlitt Brandwunden an den Händen und Armen, als sie den Umschlag öffnete und der Sprengsatz detonierte. Schon am Montag war ein Mensch durch eine Briefbombe verletzt worden. Ein weiterer Sprengsatz konnte noch rechtzeitig entschärft worden.
Strenge Sicherheitsvorkehrungen
In Genua findet das Treffen der G8-Außenminister statt, bei dem unter anderem die umstrittenen Raketenabwehrpläne der Vereinigte Staaten und das Weltklima behandelt werden. Für den Gipfel gelten in Genua starke Sicherheitsvorkehrungen. Hunderte Menschen wurden aus Furcht vor gewaltsamen Protesten an der Einreise gehindert, Sicherheitskräfte riegelten die Altstadt weiträumig ab.
Text: @see mit Material von AP
Bildmaterial: AP