Elektrisch, billig, Plastik: Made in China

Ein Selbstversuch

Es geht auch ohne China!

Wegen Pekings Vorgehen in Tibet verlangen Kritiker einen Boykott chinesischer Produkte. Das inspirierte unseren Autor Winand von Petersdorff zu einem Experiment: Ein Alltag ohne China-Produkte - funktioniert das überhaupt? Protokoll eines Selbstversuchs.

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Juni 2008 11:16

PC ist doch immer wieder ein Aufreger wert

Gabor von Zoltan (Putinras)

Das gibt´s wirklich nur in diesem Sprachraum: Das besserwisserische Buchstabendeuteln. Ohne auf Kontext oder Grundhaltung eingehen zu müssen. Einfach bloss aufgrund der Verwendung eines Wortes an sich, darf man sich in was reinsteigern und anderen Menschen Rassismus unterstellen. Mich erinnert das eher an den Witz, dass es frauenfeindlich sei, eine beliebte Zitrusfrucht "Mandarine" anstatt "Fraudarine" zu nennen. Bitte lesen Sie den Text von Herrn von Petersdorf einmal ohne den PC-Filter durch. "Schlitzaugen für Baby Born" ist ein Zwischentitel. Vermutlich nicht einmal vom Autor selber dahin geschrieben, denn diese dumme Zwischenheadline zielt vollkommen am eigentlichen Inhalt vorbei. Im Artikel selber lesen wir ausschliesslich: "Baby Born müsste längst Schlitzaugen haben"; also eine simple Allegorie dafür, dass die Babypuppe - die logischerweise ein Gesicht hat - aus China stammt. "Schlitz" und "Auge" sind zwei simple Nomen, die verbunden zu einem Synonym der Mongolenfalte werden = anerkanntes Merkmal der Asiaten. Beleidigend kann das nur im entsprechenden Zusammenhang werden. Beim Bund z.B. haben Ausbilder immer wieder von "Schlitzaugen" als fiktivem Feind gesprochen. DAS war diskriminierend und DAGEGEN ist zu protestieren.

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25. Juni 2008 17:31

Also bitte, geht's noch?

Ida Foster (Camgrad)

"Baby Born müsste längst Schlitzaugen haben" Unangebrachter und unprofessioneller geht's ja nun wohl wirklich nicht. Prince Philip, Duke of E. laesst gruessen. Kopfschuettel. Liest die FAZ die Texte nicht, bevor sie sie veroeffentlicht? Eine Entschuldigung waere angebracht.

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25. Juni 2008 16:19

Immer neue Namen mit immer gleichen Wortmeldungen

Gabor von Zoltan (Putinras)

Mittlerweile langweilig, dieses China-Bashing-Gejammere oder das Schimpfen auf "Gutmenschen" die sich doch ernsthaft Gedanken zu Folgen machen wollen. Die Mühe, die Artikel überhaupt zu lesen, deren Inhalt oder die Kommentare dazu in einen grösseren Zusammenhang zu stellen, machen sich einige Kommentarverfasser offenbar schon lange nicht mehr. - Also, besoners für diejenigen, noch mal zum Mitdenken: 1. Ein Artikel der die aufgeheizte Debatte aufnimmt und sich einfach mal fragt, ob ein Boykott überhaupt noch möglich wäre, ist doch nicht gleichzusetzen mit dem Aufruf zum Boykott, sondern einfach eine Bestandesaufnahme. Das Schlagwort "China-Bashing" in diesem konstruierten Kontext entlockt bloss noch ein Gähnen. 2. Boykott oder kein Boykott greift sowieso zu kurz. Sinnvoller als Nonsens zu behaupten, wie etwa, dass die Art des Handels, wie er im Moment stattfindet, eine Win-Win-Situation sei, wäre es, ihn tatsächlich zu einer solchen zu machen: Indem transparent, einforderbar, klipp und klar Umwelt-, Sozial-, Produkt- und Arbeitsrechts-Standards, für jedes zu importierende Produkt eingefordert würde. Inklusive Haftbarkeit der Importeure! Und zwar sowohl den Kosumenten hier, als eben auch Arbeitern und Anwohnern in China gegenüber!

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25. Juni 2008 15:30

Das ist laecherlich

Daoud Al-Gurnawi (geraqi123)

Ich habe langsam diese anti-China Artikel satt! Die westliche Welt faengt an ihren Einfluss und Macht zu Verlieren, und da versucht man mit allen Wegen noch an der Spitze zu bleiben. Muss Ich euch daran erinnern, als im 19. Jahrhundert Deutschland auf dem Weg war eine Wirtschaftsmacht zu werden, fuehlten sich die Briten bedroht, und verkuendeten einen boykott deutscher Waren. Das meine lieben Leser und Leserinnen ist die Herkunftsgeschichte von dem Siegel "Made in Germany".

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25. Juni 2008 15:23

Chinaboykott

Klaus D. Wolf (serigala)

Warum soll ich chinesische Waren oder Ware, die in China hergestellt oder endgefertigt wurde, nicht kaufen? Weil ein paar "Gutmenschen" in Deutschland der Meinung sind, daß sich China so zu verhalten hat, wie sie es wollen? Wegen Tibet? Ich möchte die "Gutmenschen" hören, wenn brandschatzende Horden durch ihr Wohnviertel ziehen und sie verprügeln, nur weil diese Aufrührer mehr Rechte haben wollen als andere. Tibet ist in China eine autonome Region, wie einige andere auch. Tibet wird nicht schlechter und nicht besser behandelt als die anderen Automen Regionen. Tibet wird nur schärfer beobachtet, da seit langen Jahren die obskure tibet. Exilregierung mit dem Dalai Lama an der Spitze nicht nur mehr Autonomie, sondern auch die Abspaltung von China fordert. Sollte die chinesische Führung dem Begehr des Dalai Lama nach "mehr Autonomie" nachgeben, kommen die anderen 55 Minderheiten und fordern ebenfalls "mehr Autonomie". Und das könnte Bürgerkrieg in China und evtl. ein weltweiter Brand bedeuten. Was für die tibetische Exilregierung "mehr Autonomie" bedeutet, erkennt man daran, wie sie zustande gekommen ist. Der "normale" Exiltibeter hat nur eine Stimme, die Mönche u. der Adel jedoch zwei Stimmen. Merkwürdig, oder? Ich kaufe in China!

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25. Juni 2008 14:50

Die Markenturnschuhe sind m.E. kein Problem

Robert Schrey (etiterum)

Man erwirbt die Markenturnschuhe ja nicht wegen ihrer materiellen Eigenschaften, sondern wegen der Markierung. Dafür zahlt man ja auch kräftig drauf. Die Markierung aber kommt nicht aus China, hat eigentlich auch keinen Materialwert.

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25. Juni 2008 14:09

Dachte schon

Hede Zhou (SunWukong)

Chinabashing waere in Deutschland eingeschlafen, nachdem es doch einige nachdenkliche Berichte zur Gesamtsituation in Chna gab in den vergangenen Wochen. Es lebt noch und hat sich auch noch mit einem rassistischen Woertchen geschmueckt: Schlitzaugen. Die Etiquette verbietet es, die Qualitaet des Artikels zu bezeichnen. Will die FAZ im Lesergebiet der unaussprechlichen Zeitung wildern? Schade.

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25. Juni 2008 13:44

Boykotte sind wirtschaftliche Idiotie!

Moritz Liedtke (Folko)

Wer sagt man sollte lieber im Inland produzierte Sachen kaufen, sollte als Deutscher sehr vorsichtig sein. Schließlich steht es zu vermuten, dass WIR als langjähriger Exportweltmeister, bald wohl 2. hinter China (bevor jetzt laut geschrieen wird kurz über die Grössenrelation nachdenken 80:1300 Millionen Einwohner; die mussten uns irgendwann überholen), verdammt gut davon leben das der Rest der Welt ohne grosse Vorurteile bei uns einkauft. Danke dieser Haltung geht es uns so gut! Die politische/moralische Sinnigkeit des Boykotts steht dabei auf einem anderen Blatt.

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25. Juni 2008 13:00

kleine anekdote

Maximilian von Matuschka (SpiritusRector)

zur levi's jeans die leider in vergessenheit geriet. wenn man das logo besagter jeans betrachtet sieht man zwei pferde die (vergeblich) versuchen die hose zu zerreissen, was auf die unverwüstliche qualität hinweisen soll. nur das levi's heute baumwollhosen produziert und nicht mehr hanfhosen, die nass sogar noch reißfester sind, was für alle klondike schürfer die hauptsache war. baumwolle ist der größte schwachsinn den sich die textilindustrie jemals einfallen ließ. wurscht ob in china zusammengenäht oder nicht... nur nebenbei bemerkt

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25. Juni 2008 12:45

Chimäre vom Wandel durch Handel

Gabor von Zoltan (Putinras)

Die Idee vom Wandel durch Handel ist ja tatsächlich nicht schlecht. Bloss wird beim obligat aufgeführten Beispiel des Ostblocks stets vergessen, dass mit dem Handel eben auch ein echter Austausch auf inoffizieller Ebene einher ging. Was natürlich - ich hab das k.u.k.-Deutsch der älteren Generation noch im Ohr - gar nicht zu verhindern war. Sind schliesslich Nachbarn und konnten durchaus auf ansatzähnliche jüngere Geschichte & Kultur zurückblicken. Sie waren sich einerseits über den Bruch durch die gewaltsame Übernahme der Regierungsgewalt vor Moskaus Gnaden bewusst und konnten sich andererseits recht direkt von der gesellschaftlichen Alternative im Westen ein Bild machen. Es kann daher auch keineswegs verwundern, dass der Wandel dort am Wenigsten Anklang fand, wo man 1. schon geografisch der Aufklärung am Fernsten war 2. nicht nur eine ganz andere Sprache, sondern auch ein völlig anderes Alphabet das Verständnis erschwerte und 3. die eigene Geschichte keinerlei Vorbild für zivilgesellschaftlich verantwortungsvolles Handlen des Einzelnen bot. Für China gelten all diese Hindernisse leider erst recht. Wandel durch Handel schön und gut. Aber eben bloss, indem man auch Standards exportiert! Werte-Protektionismus wäre machbar und nötig.

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25. Juni 2008 12:36

Na - wir sind doch die besseren Amis!

Marc Rieger (rieger74)

Wir Deutschen sind eben doch gruendlicher: Die Amis hatten seinerzeit noch Pommes bestreikt - weil sie dachten die kaemen aus Frankreich ("French fries"). Wir recherchieren das alles ganz genau bis zur letzten Schuhsohle. - Das macht einen Boykott aber leider auch nicht intelligenter... Ein paar Fakten: - China hat mehr als eine Millarde Einwohnern. Fast allen geht es heute deutlich besser als vor 20 oder 30 Jahren - dank Exporten. Neid auf unseren Wohlstand ist in China unbekannt. Vielleicht sollten wir da auch nicht neidisch auf sie schauen? - China war vor nicht allzu langer Zeit eine grausame Diktatur die auch vor Krieg nicht zurueckschreckte. Auch wenn heute vieles noch im Argen liegt muss man kein Fan des dortigen Regimes sein um zuzugeben dass sich die Lage seit Mao deutlich verbessert hat. - Hat irgendwann mal ein Boykott irgendwas in der Welt verbessert?

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25. Juni 2008 12:14

Nehmen Sie mal die gfxcard oder das Netztei in Ihrem Monitor unter die Lupe

thomas schulz (peanutbutter)

Von wegen Made in Japan. Wenn Sie Glück haben, ist die Platine und die cpu aus Japan. Der Rest kommt aus allen möglichen Ländern je nach Tageskurs der einzelnen Bauteile. Ich würde keine zig Tausend Dollar oder Euro für einen ordinären Computer ausgeben, den man überall für 500€ kaufen kann, nur um eine aussichtlose Aktion zu unterstützen. Das überlasse ich den Idealisten. Es wird sich eh durch Boycott von Verbrauchern nichts ändern. Die großen Autobauer in den USA waren mit solchen Aktionen gegen Billigimporte aus Japan auch machtlos und da war die Herkunft des Produkts zweifelsohne erkennbar.

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25. Juni 2008 12:10

@M. Gürsch: Hohe Ölpreis bei chinesischen Waren ggü. europäischen hierzulande

Andreas Breuer (IUSTINUS)

Containerschiffe werden immer größer und Grenzen sind nicht in Sicht. Man denke nur an Schiffe wie die Emma Maersk, die -wenn ich mich recht erinnere- allein in der Breite (die Schmalseite) 27 Container laden kann. Übrigens wird das Schweröl der Schiffe nicht besteuert, auch wenn es sehr umweltschädigend ist. Während also der LKW Transport durch Europa teuerer und teuerer wird, spielen die Transportkosten auf See eine immer geringere Rolle und begünstigen die Ware auf Übersee auf unseren Märkten.

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25. Juni 2008 12:05

Irreführen geht nicht.

Josef Bujtor (Mramorak)

Ein Versuch wäre da nicht nötig. Nur die fnde der chinesischen Kommunisten und Uninformirte mögen vielleicht sagen, dass ein Boykott nicht wirkt. Die chinesischen Kommunisten brauchen uns viel mehr als wir sie. Aber bei uns darf soetwas nicht wahr sein.

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25. Juni 2008 11:56

Hinweis!

Axel Malecki (axelma)

Ein durchaus interessanter Artikel. Nun stellt sich allerdings die Frage inwiefern sich der Autor tatsächlich von dem Boykottaufruf inspiriert fühlte oder einfach nur den beschriebenen Selbstversuch kopiert hat. Tatsächlich hat im vergangenen Jahr eine vierköpfige Familie in den Vereinigten Staaten ebendiesen Selbstversuch über einen längeren Zeitraum durchgeführt, ist zu ähnlichen Erkenntnissen gelangt und hat diese publiziert. Es liegt also die Vermutung nahe, dass der Autor sich eher durch diesen Selbstversuch inspiriert fühlte. Aber sei's drum. Der Mangel an Originalität nimmt dem Versuch und diesem Artikel nicht die Aktualität .

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25. Juni 2008 11:47

Gute Idee ...

Stefan Kröger (coach_pilot)

... hier mal etwas genauer hinzusehen. Und witzig gemacht dazu. Ich befürchte nur, daß selbst Sachen, wie der Bildschirm, das Siemens-Telefon, der Wasserkocher oder auch die Levis-Jeans, zwar in Japan oder Deutschland oder Polen oder Ungarn zusammengenagelt wurden, ihre Einzelteile in der Vorfertigung aber eben doch aus China kommen (zumindest teilweise). Fazit von Boykottaufrufen: Drum wähle Deine Worte mit Bedacht.

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24. Juni 2008 22:08

Leider ist genau das ein großer Teil unserer Probleme

Martin Gürsch (Betroffener)

Erst wurden durch jahrzehntelanges "je weiter weg, umso billiger" europäische und amerikanische Arbeitsplätze vernichtet (gutes Beispiel Nike und adidas), was sich möglicherweise jetzt wieder relativiert. Durch die Ölpreisexplosion haben sich auch die Transportkosten pro Container verdreifacht, was dazu führte, dass einige Hersteller nicht mehr in China fertigen lassen, sondern im Inland. Der Binnenmarkt wird es danken, denn der liegt am Boden zerstört durch über 8 Millionen Arbeitslose seit vielen Jahren. Hoffen wir, das der Gedanke an kurze und billigere Transportwege hier eine Umkehr erreicht.

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24. Juni 2008 17:27

Die Tastatur wäre aber einfach gewesen ...

Ulrich Voß (uvo)

www.cherry.de. Zumindest die teuren sollten noch "Made In Germany" sein.

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