In einem Trockendock in Wuhu in der Provinz Anhui

Kommentar

Ein starkes China ist in unserem Interesse

Nur wenn sich das Land wirtschaftlich entwickelt, wird es auch stabil bleiben. Dass ein starkes China in unserem Interesse liegt, zeigt sich auch, wenn wir uns das Gegenteil vorstellen: Ein schwaches China wird beißen wie ein Hund, der sich fürchtet. Von Christoph Hein

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Juli 2008 22:32

Richtiger Wahlkampfaufruf. Direkt schade, dass es das in China gar nicht gibt.

Gabor von Zoltan (Putinras)

"Keine Experimente!" - Köstlich. "Die Meinungsvielfalt in den Fuehrungsetagen hier ist gewiss nicht geringer als in Deutschland. Aber dazu muesste man sich mit der Situation des Landes befassen, Zeitung lesen, mit Leuten sprechen und nicht las Couchpotatoe neben der Wampe auch noch seine wohlfeien Vorurteile maesten." Waren das nicht Sie, der vor ein paar Monaten schon von der Meinungsvielfalt im chinesischen Internet räsoniert hat und Surftipps an des Chinesischen Mächtige vergab... Die allesamt wieder ins Forum zurück gelangten, um zu berichten, dass sich die "meinungsfreien" Sites vor allem auf solche mit Kochrezepten beschränkten??? Geben Sie sich keine Mühe: Hier gibt es einige Forumsteilnehmer, die mitlesen ;-)

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10. Juli 2008 18:16

Raesonnieren ist gut, Faktenwissen besser

Hede Zhou (SunWukong)

Chinas Verwaltungsstruktur/Organe wurden nach den Opiumkriegen zerstoert; das Land befand sich/befindet sich noch im Aufbau einer rationalen Verwaltung, die die alten Herrschaftsstrukturen und die ihre Vertreter ersetzt. Wie schwer das ist, moegen die Deutschen an Thurn und Taxis und den Industreifamilien( BMW) messen, die alle Stuerme der Geschichte ueberstanden haben; wie lange hat es gedaueret, den braunen Sumpf aus der westdeutschen Gesellschaft zu vertreiben? Peinlich sind dann die Aeusserungen Deutscher, die die heutige KPCh und die Fuehrungseliten noch als lenistische Kader abstempeln: braucbares Feindbild, aber total daneben. Die Meinungsvielfalt in den Fuehrungsetagen hier ist gewiss nicht geringer als in Deutschland. Aber dazu muesste man sich mit der Situation des Landes befassen, Zeitung lesen, mit Leuten sprechen und nicht las Couchpotatoe neben der Wampe auch noch seine wohlfeien Vorurteile maesten. Solange die Partei und die jetztige Fuehrungsschicht den Frieden im Land und bessere Lebensbedingungen fuer immer mehr garantieren, gibt es keinen Anlass fuer: Keine Experimente: deshalb KPCH.

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10. Juli 2008 16:09

Konsequenz aus dieser Überlegung? Wen unterstützen wir?

Gabor von Zoltan (Putinras)

Deshalb sollte sich der Westen keinesfalls länger der Illusion hingeben, es wäre der Stabilität zuträglich eine Autokratie zu unterstützen, die sich nur durch Manipulation und Gewalt hält. Das kann nicht gut gehen! Das Ceausescu-Syndrom sollte uns allen doch noch vor Augen sein: Ist die Befehlskette runter dieselbe wie die Informationskette hoch, so gibt es keine unabhängige Information, durch die sich - selbst wohlmeinende - Herscher ein objektives Bild machen und so auch tragfähige Zukunftsentscheidungen treffen können. Die jüngsten Beispiele sprechen Bände: Von der "Überraschung", dass die Tibeter sich in der erzwungenen "Harmonie" weiterhin nicht wohlfühlen, über irre Dammprojekte oder Soll-Bruch-Schulen in Erdbebengebieten, bis hin zu entrechteten Arbeitern oder enteigneten Bauern. In all seinen selbstgebackenen Problemen lauern ungeheure Gefahren - für die betroffenen Menschen ebenso wie für die Weltwirtschaft. Indem wir jene Bürger Chinas unterstützen, die sich der Zivilgesellschaft und der Rechtsstaatlichkeit verschreiben, würden wir nicht nur uns selbst einen grossen Gefallen tun, sondern vor allem auch China und seinen Bewohnern, denen ein Aufstieg, den ALLE als Bereicherung erleben könnten, wirklich zu gönnen wäre.

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10. Juli 2008 15:29

auch auf Kritiker hören

Oskar Geri (Oskar1a)

Vermutlich wird China bald dem Erfolgsmodell Taiwan immer ähnlicher werden. Ein Einparteiensystem ist im 21. Jahrhundert sicher nicht das Richtige. China sollte vermehrt auf seine Kritiker hören und auch Rücksicht nehmen, denn viele meinen es gut mit dem traditionsreichen Land. Diese werden aber zur Zeit leider wieder von der KPCh beschimpft oder auf Jahre weggesperrt.

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