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Nachbereitung Nicht vergessen: Nachfassen Von Anne Jacoby 
08. März 2004 Nach großen Konzerten stehen Kritiken in der Zeitung - Ihr großer Auftritt am Messestand dagegen könnte einfach in Vergessenheit geraten - es treten einfach zu viele Mitbewerber auf. Sorgen Sie deshalb dafür, daß Sie in Kontakt mit den Personalern bleiben. Aber nerven Sie nicht.
Irgend etwas müssen Bewerber nach einem gelungenen Messeauftritt tun, um in Erinnerung zu bleiben, aber was? Anrufen, E-Mail, Bewerbungsunterlagen noch einmal per Post schicken, einen persönlichen Flyer zusenden, lustige Postkarten oder SMS? Oder wirft man sich mit Nachfassaktionen und Eigen-PR aus dem Rennen? Wenn das Unternehmen versprochen hat anzurufen, dann wird es das tun - und wenn nicht, dann hilft auch kein Nachfassen", ist Karrierebuchautor Jürgen Lürssen überzeugt. Wenn eine Firma Interesse habe, dann merke man das schon.
Aber was tun, wenn der Personaler keinen Anruf verspricht? Hat man den Messestand mit einem positiven Gefühl verlassen, so ist es durchaus sinnvoll, rund eine Woche nach Messeende sich in einer Mail für das Gespräch zu bedanken und nachzufragen, ob man mit einem weiteren Gespräch rechnen darf", findet Inken Lewerenz, Recruiting Manager bei der IDS Scheer AG. Bei dem Saarbrücker Unternehmen sei es allerdings ohnehin üblich, unmittelbar nach Messeende mit jedem Bewerber erneut in Kontakt zu treten, um die während des Erstgespräches vereinbarten Punkte zu fixieren und das weitere Vorgehen abzustimmen. Ähnlich ist es bei Accenture: Hier wird in aller Regel dem Kandidaten mitgeteilt, wann in etwa er nach der Messe mit einer Kontaktaufnahme durch das Unternehmen rechnen kann. Diese Zeit sollte der Bewerber abwarten und sich dann gegebenenfalls per Telefon oder Mail nach dem Stand seiner Bewerbung erkundigen", rät Simone Spacke, Recruiting Specialist bei Accenture. Axel Kersten, Leiter Personalmarketing/Recruiting der SAP AG in Walldorf, empfiehlt, die Sache aktiv anzugehen: Fragen Sie den Personaler, wie der Bewerbungsprozeß weiter-geht." Das sei keineswegs unhöflich, sondern zeige im Gegenteil die Professionalität des Kandidaten. Denn eine Bewerbung unterscheidet sich nicht wesentlich von dem, was später im Busineß läuft: Es beginnt mit einem Meeting, es folgen Verhandlungen, man unterrichtet sich gegenseitig über den Stand der Dinge, schließlich wird ein Vertrag unterzeichnet. Um so wichtiger ist es, sich schon bei der Bewerbung als absolut zuverlässiger Geschäftspartner zu präsentieren: Halten Sie sich unbedingt an das, was Sie vereinbart haben", legt Kersten deshalb allen Kandidaten nahe. Senden Sie also die versprochene Bewerbungsmappe pünktlich per Post, rufen Sie nicht pausenlos an, wenn der Personaler einen Rückruf versprochen hat, halten Sie die klassischen Busineßwege ein. Lustige SMS und Postkarten gehören nicht dazu - zumindest nicht bei den Unternehmen, die auf der CeBIT und der Hannover Messe Industrie vertreten sind. In der Werbebranche mag das anders sein. Es ist übrigens kein Beinbruch, wenn ein Personaler sich nach der Messe bei Ihnen meldet und auf unbestimmte Zeit vertröstet. Viele Unternehmen versuchen zunächst, offene Stellen intern zu besetzen und greifen - wenn sich in der Belegschaft kein geeigneter Bewerber findet - dann gerne auf bereits eingereichte Unterlagen zurück. Oder die Firma baut eine neue Abteilung auf, hat aber die zu besetzenden Stellen noch nicht definiert. Manchmal sind Jobs noch in der Pipeline - da kann man wirklich Glück haben", sagt Lürssen und ist überzeugt: Wir kontaktieren Sie. - Das ist bei guten Bewerbern kein leerer Spruch." Deshalb ist es auch wichtig, während des Bewerbungsgespräches zu verabreden, über welche Kanäle man in Verbindung bleibt und diese Verbindung auch zu pflegen: Dazu gehört das regelmäßige Abrufen der E-Mails genauso wie eine seriöser Ansagetext auf dem Anrufbeantworter. Text: Hochschulanzeiger Nr. 71, 2004
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