26. März 2008 Verpackungsmüll, Küchenabfälle, Papier und Glas - alles soll ordentlich getrennt werden. Doch wohin gehört die Glühbirne, wohin die CD? Auch für solche Sonderfälle gibt es die korrekte Lösung. Wir zeigen, wie es geht.
Was ist mit dem Plastiktöpfchen, in die der Feinkosthändler an der Ladentheke die eingelegten Oliven, den Fleischsalat und den Ziegenkäse abfüllt?
So unterschiedlich die Größen der Töpfchen auch sein mag, die Antwort ist einfach: Sie gehören in den Restmüll, also in den normalen Hausmüll. Nur Kunststoffverpackungen mit dem Grünen Punkt gehören in die gelbe Tonne, die mancherorts auch ein gelber Sack ist. Es ist nun mal so, auch wenn Vertreter vom Fach dies kritisieren, dass in Deutschland nicht einheitlich nach Wertstoffen sortiert wird. Papier und Glas werden zwar getrennt gesammelt, doch in die gelbe Tonne gehören eben nur Verpackungen, die einen Grünen Punkt haben.
Aber was bedeutet es, wenn auf dem Plastiktöpfchen recycelbar“ steht?
Leider gar nichts. Es gehört in die Restmüll-Tonne.
Das Licht flackert noch einmal hell auf, dann ist es dunkel. In welches Anfallbehältnis gehört sie, die kaputte Glühbirne?
Eine normale Glühbirne gehört in die Restmüll-Tonne. Für Energiesparlampen gilt: Sie müssen wie Elektronikteile oder Elektrogeräte abgegeben werden. In Frankfurt nimmt die FES (Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH) die Energiesparlampen in kleineren Mengen, bis zu fünf Stück, am Schadstoffmobil entgegen oder sonst an ihren Betriebsstätten. In Frankfurt ist die zentrale Sammelstelle an der Weidenbornstraße.
Wer kennt es nicht, dass man vom Kauf von Mitnahme-Möbeln heimkehrt und anschließend in Verpackungsmüll zu ersticken droht. Doch wohin mit den unterschiedlichen Materialien?
Die Pappe, die meist schützend das Holz umschließt, gehört – in kleine Teile zerrissen – in die Papiertonne. Das daran befindliche Klebeband gehört in den Restmüll. Und die zahlreichen Plastiktütchen, in denen Schrauben und Ähnliches verpackt sind, gehören in der Regel in den gelben Sack, vorausgesetzt, die Kunststoffverpackung hat einen Grünen Punkt. Das ist häufig der Fall.
Für das Kochen zu Hause hat die Zeit nicht gereicht. Der Pizza-Lieferservice wird angerufen, und auch der Chinese um die Ecke bietet es an: Ente süß-sauer so zu verpacken, dass sie mit nach Hause genommen werden kann.
Die Pizzaverpackung kann, wenn sie sauber ist, ins Altpapier getan werden. Meist ist sie jedoch so verschmutzt, dass sie doch im Restmüll besser aufgehoben ist. Eine Verpackung, die mit einem Aludeckel abschließt, sollte so sortiert werden, dass die Alufolie in jedem Fall in der gelben Tonne landet. Für den Rest ist wieder maßgeblich, ob das Grüne-Punkt-Zeichen vorhanden ist. Die Abfallexperten der FES empfehlen bei der Alufolie, diese zu einer Kugel zusammenzudrücken, damit dieser nach ihren Angaben wertvolle Stoff beim Sortiervorgang auch tatsächlich in die Wiederverwertung gelangt. Um dieses Ziel auch bei Joghurt- und Sahnedeckeln zu erreichen, empfehlen sie, zehn bis 15 Deckel zu sammeln und sie erst anschließend, als Kugel geformt, zu entsorgen. Für Kunststoffbecher gilt die Grundregel: Alles nur löffelrein in den gelben Sack entsorgen, ausgespült müssen die Becher nicht sein.
Und was ist mit den Essensresten, etwa dem Kotelettknochen?
Essensreste gehören zum Erstaunen aller, die einen Gartenkompost kennen, in die Biotonne. FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffler hat es kürzlich anschaulich erläutert: Der abgeknabberte Kotelettknochen, das sei pure Energie. Gerade zum Vergären der Bioabfälle leisten Essensreste einen wertvollen Beitrag, damit etwa aus der Frankfurter Bioabfallbehandlungsanlage im Ostend wertvolles Biogas und Strom gewonnen werden kann. Die Sorge, auf diese Weise Ungeziefer anzuziehen, ist – so heißt es – unbegründet.
Frühlingszeit ist Pflanzzeit. Ob Balkonkasten, Vorgarten oder andere Beete: Die Pflanzen stecken in Blumentöpfen aus Kunststoff. Doch wohin gehören die Töpfchen, wenn man sie nicht für das nächste Umtopfen aufbewahren will?
Die schwarzen oder braunen Kunststoff-Blumentöpfe sind für den Restmüll bestimmt. Sie gehören auf keinen Fall in die Biotonne, auch dann nicht, wenn sich darin noch Erde befindet.
Ob für die Arbeit am Computer oder den Filmabend im Heimkino: In jedem Haushalt gibt es unzählige CDs und DVDs. Wohin mit ihnen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden?
CDs und DVDs sind ebenso wie Elektronikteile oder Elektrogeräte an den Sammelstationen abzugeben, allerdings ohne Hülle. Diese gehört in den Restmüll. Dabei ist nach Auffassung von Fachleuten die Hülle eigentlich ein toller Kunststoff“, der gut wiederzuverwerten wäre. Doch es gilt wieder das Prinzip für den Gelben-Sack-Müll: Nur Verpackungen, die das Grüne-Punkt-Zeichen tragen, dürfen in den gelben Sack entsorgt werden. In Frankfurt ist eine solche Sammelstation für CDs und DVDs auch das FES-Service-Center an der Zeil.
Und was ist mit der alten Zeitung ?
Babyeinfach würden Kindergartenkinder sagen: Papier und Pappe gehören in die Altpapiertonne, die in Frankfurt grün ist. In manchen Städten und Kreisen gibt es auch zentrale Sammelstellen. Wichtig ist, dass am Papier keine Klebebänder mehr haften und dass es nicht mit der Plastiktüte in die Tonne geworfen wird.
Doch was ist mit dem Papier, in das der Bäcker das Brot einwickelt? Und wie steht es entsorgungsmäßig um das Papier mit Wachsschicht, mit dem Wurst und Käse verpackt werden?
Die Brötchentüte gehört in die Papiertonne. Die ist für das gewachste Papier vom Metzger jedoch tabu. Restmülltonne lautet in diesem Fall das Ziel. Kompliziert wird es, wenn Brot- und Brötchentüten noch einen Klarsichtstreifen haben, damit man einsehen kann, was sich darin befindet. Wer die Geduld aufbringt, trennt auch hier: Die Folie gehört in den Restmüll, das Papier ins Altpapier.
Wer Gläser und Flaschen in Glascontainer entsorgt, steht nicht selten ratlos mit den Deckeln in der Hand da.
Deckel aller Art, selbst Kronkorken gehören in den gelben Sack. Nur der richtige Korken von Wein- und Sektflaschen sollte gesammelt und zu entsprechenden Sammelstellen gebracht werden. Eine ist das FES-Service-Center an der Zeil.
Zusammengestellt von Mechthild Harting.
Text: F.A.Z.
