Umweltschutz

San Francisco verbietet Plastiktüten in Supermärkten

Das soll aufhören: Menschen mit Plastiktüten in San Francisco

Das soll aufhören: Menschen mit Plastiktüten in San Francisco

28. März 2007 San Francisco hat als erste amerikanische Stadt alle Plastiktüten aus ihren Supermärkten verbannt. Der Stadtrat der kalifornischen Metropole stimmte am Dienstag für ein Verbot von Plastiktüten in großen Lebensmittelläden und Drogeriemärkten, berichtet die Zeitung „San Francisco Chronicle“.

Künftig sollen nur noch Stoff- und Papiertüten und andere biologisch abbaubare Produkte erlaubt sein, heißt es in der Entscheidung. Die neue Vorschrift tritt in sechs Monaten in Kraft.

Plastikmüll verschmutzt das Meer

Die Stadt will damit einer drohenden Umweltkatastrophe durch Plastikabfälle entgegenwirken. Die Tüten würden unter anderem die Abfallhalden anwachsen lassen und als Plastikmüll die Meere verschmutzen, hieß es zur Begründung.

„Hoffentlich werden andere Städte und Bundesstaaten unserem Beispiel folgen“, sagte der Stadtabgeordnete Ross Mikarimi. Er hatte den Gesetzesvorschlag eingereicht, nachdem eine Absprache zur freiwilligen Reduzierung der Plastiktüten gescheitert war.

Amerikanische Supermärkte geben beim Lebensmittelkauf kostenlos dünne Plastiktüten oder wahlweise Papiertüten an ihre Kunden aus. Allein in San Francisco wurden im vergangenen Jahr 180 Millionen solcher Plastiktüten verteilt.

Text: FAZ.NET mit Material von AP
Bildmaterial: AP

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