Schweiz/Österreich

Tote bei Überschwemmungen und Erdrutschen

22. August 2005 In einem von heftigen Regenfällen ausgelösten Erdrutsch sind in der Nacht zum Montag im Schweizer Kanton Luzern zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen.

Von den Unwettern besonders betroffen war die Zentralschweiz, wo Straßen und Eisenbahnverbindungen unterbrochen wurden. In vielen Kantonen wurde Hochwasseralarm ausgelöst. Auch in Österreich kosteten Unwetter einen Menschen das Leben. In der Steiermark konnte eine Frau nach einem Murenabgang in der Nacht zum Montag nur noch tot geborgen werden.

Erdrutsche in der Schweiz

Die beiden Feuerwehrleute aus der Schweiz wurden bei Bergungsarbeiten von einem Erdrutsch verschüttet. Das Entlebuch im Kanton Luzern war nach Erdrutschen von der Umwelt abgeschnitten, wie der Krisenstab bekannt gab. Auch in anderen Gemeinden kam es zu Erdrutschen oder Überschwemmungen durch über die Ufer tretende Flüsse und Bäche. In mehreren Gemeinden fiel der Strom aus oder er wurde aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Die Bevölkerung wurde in mehreren Gemeinden aufgefordert, die Häuser nicht mehr zu verlassen. Auch die Schulen wurden geschlossen.

Prekär war die Lage im Kanton Obwalden. Laut dem kantonalen Führungsstab gingen Dutzende Erdrutsche nieder, praktisch in allen Gemeinden standen Wohnungen, Keller und Gewerbegebäude unter Wasser. In Wettingen wurden zwei Baumaschinen von den Fluten mitgerissen, darunter ein 20-Tonnen-Bagger. Mit einer Entschärfung der Situation wurde zunächst nicht gerechnet.

Katastrophenalarm in Graz

In Österreich hatten die heftigen Regenfälle schon am Sonntag in der Steiermark, in Kärnten sowie im südlichen Niederösterreich zu teilweise erheblichen Problemen geführt. In Graz wurde zeitweise Katastrophenalarm ausgelöst, Bäche traten über die Ufer. Die Feuerwehr versuchte mit Sandsäcken Schlimmeres zu verhindern. Trotzdem wurden zahlreiche Keller und Garagen überflutet. Es kam immer wieder zu Stromausfällen. In der Ortschaft Gasen wurde ein Haus von Schlammmassen plötzlich weggerissen, wie die Feuerwehr berichtete. Eine Frau wurde später tot geborgen, die Hausbesitzerin wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht.



Text: AP
Bildmaterial: AP, dpa/dpaweb

 
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