wenn Sozialisten es befürworten.
Das ist zu einer verläßlichen Regel geworden, seit nahezu alles, was von diesen ökonomischen Kamikazefliegern angefaßt wurde, in die sprichwörtliche Hose ging - weltweit.
Der Artikel über den geplanten Vergnügungspark läßt ahnen, in welcher Größenordung sich das Projekt bewegt. Wer je ein Gefühl für die Schönheit karger und weiter Landschaften (in Spanien) entwickelt hat, zuckt erschrocken und erschüttert zusammen.
Die mahnenden Beispiele Las Vegas und Dubai verhindern offensichtlich nicht, daß auch in Europa Landschaft nur deshalb zerstört werden kann, weil regionale Politiker und internationale Investoren größenwahnsinnig und geldgierig sind. Der Wasserverbrauch wird nur eines der Probleme sein. Wer daran denkt, dieses aus dem Ebro zu nehmen, verantwortet die drohende Katastrophe für das Flußdelta, das aufgrund seiner Ausdehnung und Artenvielfalt zu den bedeutendsten in Europa zählt. Und keiner spricht davon, daß die Besucher im Flugzeug anreisen und die Lebensmittel per Luftfracht aus Asien und Afrika herangekarrt werden oder daß in jedem Zimmer die Klimaanlage laufen wird. Die kläglichen Versuche zur Reduzierung unseres Energieverbrauchs werden ins Lächerliche gezogen. Noch bedenkenswerter aber ist, daß der Mensch das Gefühl für Angemessenheit verliert und sich unreflektiert dem hemmungslosen Genuß hingibt. Das war schon immer unvernünftig.
Siebzehn Millionen? Also, das Bauen ins Spanien wesetnlich günstiger ist als in Deutschland steht außer Frage. Aber angesichts des Bauvolumens sind 17 Millionen keine beeindruckende Summe. Das Einkaufszentrum Frankfurt Hoch 4 in FFM kostet alleine 800 Millionen, der Opernturm in FFM oder die BMW World in München 500 Millionen.
Also meine Frage an die FAZ: hat man dort eine 0 vergessen, oder - eigentlich notwendigerweise - Millionen mit Milliarden vertauscht?
Andernfalls wäre das Projekt ja eher zu belächeln.
Von der Sache selber her müsste man sich eigentlich in Deutschland mehr vergleichbares, zukunftorientiertes Denken wünschen. Ein solches Projekt würde sicher gewaltige wirtschaftlche Impulse in die Region bringen, Las Vegas in den USA ist ja ein unbestreitbares Beispiel.
Was die Umwelt angeht, warum soll man eine Umwelt schützen, die schon vor Jahrhunderten zerstört wurde?
Da war doch vor einigen Ausgaben ein Kommentar dahingehend, daß der Wassermangel eine weitaus größere Gefahr sei als der Ölmangel... Und wie in Las Vegas muß man das Ding ausgerechnet in eine wasserarme Gegend setzen, in der alle grünen Wiesen künstlich hergestellt werden müssen! Immerhin ist's nur Steppe, und keine Wüste, obwohl, wenn ich mich an meine Spanienurlaube erinnere, so groß der Unterschied auch nicht ist.
Übrigens: 14 *Hektokubikmeter* im Jahr sind 14 * 100 * 1000 = 1.400.000 Liter. D.h. nur für die geplanten 100.000 Einwohner 14 Liter pro Person und Jahr? Waren es vielleicht 14 *Kubikhektometer*, was 14 * 100 * 100 * 100 * 1000 = 14 Milliarden Liter, mithin 140.000 Liter pro Jahr und Person / 380 Liter pro Tag und Person wären, was bei einer ganzen zu versorgenden Stadt mit vielen Unternehmen und Touristik plausibler erscheint?
Und überhaupt, Meter, Kubik, Hekto - man hat den Eindruck, daß mit diesen wüsten Angaben der gigantische Wasserverbrauch bemäntelt werden soll.
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