Volkslieder~
Friedrich Wilhelm Weber (1813 - 1894):
Dreizehnlinden
III. Auf dem Habichtshofe
1.
Elmar, Herr vom Habichtshofe,
Sprach zu seinem Jagdgesinde:
»Gute Meute, gute Beute;
Hängt den Bären an die Linde!
Achtet auf das Weidgeräte
Und besorgt die müden Hunde,
Dann euch selbst; mich will bedünken,
Daß euch wohl der Imbiß munde.
Drauf zerwirkt den braunen Riesen,
Aber mit geschickten Händen
Schont den Pelz; nach Bodinkthorpe
Will ich ihn zum Grafen senden,
Dem der ungeschlachte Brummer
Jüngst die Heimkehr abgeschnitten,
Als der Alte mit der Tochter
Spät vom Eschenberg geritten.
Heute fand er seinen Meister!
Stolzer Bursch, er schlug sich wacker,
Bis ihm an der Gurgel hingen
Greif und Kneif, die grimmen Packer.
Traun, ich hätt' ihn, laufen lassen,
Ihn, den Herrn von Wald und Heide,
Doch dem Wegelagrer stieß ich
Rasch ins Herz die blanke Schneide.
Mocht' er sich mit Männern zerren,
Mocht' er sich mit Hunden necken:
Allzu bärenhafte Laune
War's, ein Mägdlein zu erschrecken.«
...hoffe ich. Wahrscheinlich meinen Sie was Sie sagen garnicht ironisch.
Er hat einfach nur gemacht was Bären gerne machen - er war ein Bär. Wenn es dem Menschen nicht passt, daß er die Gegend die überall rumliegt teilen muss, dann kann er sicherlich rumballernd zum EInsiedler werden. Ins Extrem gedacht erkennen aber vielleicht auch Sie, daß das irgendwie nicht funktioniert.
Interessant.
Wieso hat sich eigentlich bis jetzt von offizieller Seite niemand fundiert geäussert, ob ein gezielter Schuss (oder auch zwei ?) mit einem Betäubungsmittel nicht genauso "treffsicher" hätte gesetzt werden können.
In afrikanischen und australischen Tierreservaten wird sogar aus wackeligen Helikoptern geschossen und getroffen.
Übrigens, als Unwort des Jahres bietet sich die Bezeichnung "Problembär" jetzt ja wohl auch an, tja, es sei denn, es kreiert noch jemand das Wort "Problempolitiker".
Wer genehmigt aber dann den Abschuss? würde dies noch die Steuererhöhungen verhindern? Und, werden die dann auch ausgestopft und am Schliersee dem Publikum gezeigt ?
Grüße etc. pp.
So so, ausgerechnet Italien protestiert gegen den Abschuß des Problembären Bruno. Wie sagt der Volksmund so schön: „Wer selbst im Glashaus sitzt... Was ist eigentlich mit dem millionenfachen Vogelmord, wenn abertausende schießwütige Jäger in Italien Jahr für Jahr zahllose Singvögel, auch streng geschützte Arten herunterballern und verspeisen?
Was Bruno angeht: hier zeigt sich mal wieder die grenzenlose Hysterie einer übersättigten und völlig überdrehten Öko-Schickeria. In einen dichtbesiedelten Land wie Deutschland haben gefährliche und offenbar schwer verhaltensgestörte Raubtiere nichts zu suchen. Ich finde es toll, daß es noch verantwortungsbewußte Politiker gibt, die sich durch dieses Getöse nicht haben einschüchtern lassen und das einzig Richtige gemacht haben, nämlich für den Abschuß zu sorgen. Hoffentlich fallen ihnen jetzt nicht irgendwelche Gutmenschen-Richter in den Rücken!