23. April 2008 Vor einer Invasion giftiger Spinnen hat in Australien ein Krankenhaus seine Patienten in Sicherheit gebracht. Das Gebäude wurde vorübergehend geschlossen. Bei den Spinnen handelt es sich um Redbacks, den nur in Australien vorkommenden engen Verwandten der Schwarzen Witwen.
Niemand ist bislang gebissen worden, sagte Ellen Palmer, die Pflegedienstleiterin des von der Plage betroffenen Baralaba-Krankenhaus in Queensland in einem Gespräch mit dem australischen Rundfunk ABC. Patienten die ohnehin geschwächt seien, wolle man aber diesem Risiko nicht aussetzen.
Verwandte der schwarzen Witwe
Das Krankenhaus soll nun ausgeräuchert werden, um das Gebäude von den Störenfrieden zu befreien. Die Sprüheinsätze mit Schädlingsbekämpfungsmitteln hätten bislang nichts genutzt. Es sind einfach so unzählig viele Eier..., sagte Palmer. Sie rechnet damit, dass die Klinik am Wochenende wieder öffnet.
Bei den Redbacks sind nur die Weibchen gefährlich, die etwa einen Zentimeter lang werden. Ihr Gift wirkt auf das menschliche Nervensystem und kann tödlich sein. In Australien werden in einem Jahr rund 250 Bisse registriert. Gesunde Menschen können mit einem Gegengift erfolgreich behandelt werden.
Text: dpa
Bildmaterial: AFP
