Von Peter-Philipp Schmitt
19. Dezember 2006 Im vergangenen Jahr hat jeder Einwohner Deutschlands rein rechnerisch vier Kilogramm Haushaltsabfälle weniger entsorgt als noch 2004. Insgesamt wurden in Deutschland 37,3 Millionen Tonnen Haushaltsabfälle eingesammelt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilte. Dies entspricht einem Aufkommen von 452 Kilogramm je Einwohner. Ein Jahr zuvor waren es noch 37,6 Millionen Tonnen gewesen oder 456 Kilogramm pro Einwohner.
Auch die Verwertungsquote hat sich 2005 verbessert: um zwei Punkte auf 58 Prozent. Insgesamt konnten 21,7 Millionen Tonnen (2004: 21,3 Millionen) Haushaltsabfälle stofflich oder energetisch verwertet werden. Während Haus- und Sperrmüll überwiegend beseitigt werden mußten, konnten die getrennt gesammelten Wertstoffe zu fast 100 Prozent verwertet werden.
Restmüll kaum verwertbar
Größter Anteil am Abfallaufkommen war auch 2005 der sogenannte Restmüll (14,3 Millionen Tonnen, davon wurden 13,7 Millionen beseitigt und 0,6 Millionen verwertet) vor den Wertstoffen Papier, Pappe und Karton (5,9 Millionen Tonnen, nur rund 1000 Tonnen wurden beseitigt) sowie biologisch abbaubaren Gartenabfällen und Abfällen aus der Biotonne (jeweils etwas mehr als vier Millionen Tonnen). Diese getrennt erfaßten organischen Abfälle wurden ebenfalls fast vollständig verwertet.
Die getrennt gesammelten Haushaltsabfälle - Papier, Glas, Holz, Kunststoffe, Metalle, Textilien, Bio- und Grünabfälle sowie Elektroaltgeräte - machten zusammen 54,5 Prozent des Gesamtabfalls aus. 2004 waren es noch etwas weniger als 54 Prozent gewesen. Die gefährlichen und nicht gefährlichen sonstigen Abfälle im Haushalt haben im vergangenen Jahr weiter abgenommen: Waren es 2004 noch rund 249.000 Tonnen, so wurden 2005 nur etwa 162.000 Tonnen eingesammelt.
Text: F.A.Z., 20.12.2006, Nr. 296 / Seite 9
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