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Charles Dempsey

Der Mann, der Deutschland die WM 2006 bescherte, ist tot

Charles Dempsey, der langjährige Präsident des Fußball-Verbandes Ozeaniens (OFC) ist im Alter von 87 Jahren gestorben. In Deutschland erlangte der Funktionär besondere Berühmtheit durch seine Enthaltung bei der Stimmabgabe für die Gastgeberrolle der Fußball-WM 2006. Dempseys unkonventionelles Verhalten führte zu einem 12:11-Vorteil von Deutschland gegenüber Mitbewerber Südafrika.
Erste Reaktionen aus Deutschland würdigten Dempsey als einen Mann, dem das Land viel zu verdanken habe. "Dempsey ist ein Ehrenmann, der uns das Sommermärchen geschenkt hat", sagte Martin Sonneborn, Vorsitzender der Partei. Sonneborn versuchte am Tag der Vergabe des Weltmeisterschafstturniers im Jahr 2000 durch das Versprechen eines Geschenkkorbes mit Utensilien von Schinken bis Kuckucksuhr Einfluss auf das Stimmverhalten der Fifa-Exekutive zu nehmen. In seinem Buch "Ich tat es für mein land" legte Sonneborn später scheinbare Beweise vor, dass er damit Dempsey zu seinem Verzicht auf eine Stimmabgabe bewegte. "Ich denke, dass es deswegen angemessen wäre, wenn die deutsche Mannschaft im Halbfinale gegen die Türkei mti Trauerflor antreten würde", sagte Soneborn. "Ich hoffe weiterhin, dass der DFB sich mit der Zahlung einer Rente an Dempseys Witwe erkenntlich zeigen wird."