Leichtathletik-WM

Mehr Angst vor Hooligans als vor Terroristen

Bahnbegehung der Sicherheitskräfte

Bahnbegehung der Sicherheitskräfte

04. August 2005 Mit dem größten Sicherheitspaket seiner Geschichte will Finnland bei der am Samstag beginnenden Leichtathletik-WM in Helsinki ungefährdete Wettkämpfe garantieren. Zusätzlich zu den 28,5 Millionen Euro Gesamtbudget für die Titelkämpfe hat die Polizei noch einmal 6,5 Millionen Euro für den Schutz der Veranstaltung investiert. Dabei füchten die Behörden nach eigenen Angaben weniger einen Terroranschlag als mögliche Ausschreitungen von Hooligans.

„Es gibt keinerlei Hinweise, daß Helsinki in den nächsten Monaten oder während der WM Ziel eines terroristischen Anschlags werden könnte“, sagte der nationale Polizeichef Jari Liukku: „Wir haben vielmehr Hinweise darauf, daß es zu Zwischenfällen bei geplanten Demonstrationen kommen könnte.“

Flugverbot und Metalldetektoren

Die rund 1900 Athleten aus 196 Nationen, die wie Trainer und Betreuer im Olympischen Dorf von 1952 untergebracht sind, werden von Polizisten und rund 600 Soldaten aus dem ganzen Land geschützt. Während der Titelkämpfe besteht ein Flugverbot über dem insgesamt 40.000 Menschen fassenden Olympiastadion und dem Athletendorf. Die Straßen nahe der Arena bleiben für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

„Jeder Besucher wird beim Betreten des Stadions mit Metalldetektoren durchsucht“, sagt Polizeichef Liukku, der etwa 30.000 ausländische Gäste in Helsinki erwartet. Ein Bild von den Sicherheitsvorkehrungen hat sich der Leitende Cheftrainer im Deutschen Leichtathletik-Verband, Jürgen Mallow, bereits gemacht. Das WM-Dorf werde „äußerst gut bewacht von Polizei, Wasserschutzpolizei und Militär“, sagte er.

Text: FAZ.NET mit Material von sid.
Bildmaterial: dpa/dpaweb

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