12. Januar 2004 Der dreimalige Wimbledonsieger John McEnroe hat im Zuge der Dopingaffäre um Greg Rusedski den jahrelangen Konsum von Steroiden während seiner aktiven Zeit zugegeben. Die haben mir das Zeug gegeben, und ich habe es sechs Jahre lang geschluckt, ohne zu wissen, was es ist, sagte McEnroe: Es waren sogenannte legale Steroide, die man eigentlich Pferden verabreicht. Irgendwann haben die dann festgestellt, daß die Dinger zu stark für mich waren. Wer die waren, wollte McEnroe nicht sagen: Das spielt doch jetzt keine Rolle mehr.
Mittlerweile hat der 44jährige eine andere Einstellung zum Thema Doping. Ich würde nichts mehr nehmen, das ist klar, stellte McEnroe fest: Die Grenze zwischen den so genannten legalen Mitteln und den unerlaubten Substanzen ist völlig aufgeweicht, deshalb muß jeder Athlet umso genauer kontrollieren, was er zu sich nimmt. Viel zu schnell würden auch angeblich erlaubte Schmerzmittel und Entzündungshemmer verordnet: Und viel zu unkritisch werden sie von den Sportlern geschluckt.
McEnroes geschiedene Ehefrau Tatum O'Neal hatte ihm im vergangenen Jahr vorgeworfen, ab 1988 Anabolika konsumiert zu haben und dabei extrem jähzornig geworden zu sein. Bei Niederlagen ist er ausgerastet und hat mich und die Kinder für seinen Mißerfolg verantwortlich gemacht, behauptete die Tochter des ollywood-Superstars Ryan O'Neal: Ich habe ihn immer wieder gebeten, aufzuhören, weil er regelrecht gewalttätig geworden ist.
Text: sid
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