Argentinien

Kartoffelmus, Hühnchen, Pfirsiche: Maradona geht es besser

Es geht ihm nicht gut, aber besser

Es geht ihm nicht gut, aber besser

28. April 2004 Der frühere argentinische Fußball-Star Diego Armando Maradona hat sich zehn Tage nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus erstmals an seine Fans gewandt. Der unter schweren Herzproblemen leidende Weltmeister von 1986 dankte in einem Brief seinen Anhängern für die Unterstützung und wünschte der argentinischen Nationalmannschaft für das Länderspiel gegen Marokko an diesem Mittwoch viel Glück.

Der Gesundheitsstand des 43jährigen hat sich inzwischen ein wenig stabilisiert. Maradona liegt zwar weiter auf der Intensivstation, muß aber nicht mehr künstlich beatmet werden. Auch kann der einst beste Fußballspieler der Welt wieder feste Nahrung zu sich nehmen.

Späße mit Tochter Gianina

Maradona war am 18. April per Rettungswagen in die „Clinica Suiza Argentina“ von Buenos Aires eingeliefert worden. In einer ersten Diagnose wurden bei ihm Herz-Rhythmusstörungen sowie Probleme mit der Atmung festgestellt. Eine Lungenentzündung kam erschwerend hinzu.

Die Zeitung „La Nación“ berichtete am Dienstag, Maradona habe seinen Appetit wiedergefunden und sei zu Späßchen aufgelegt. Der Volksheld habe Kartoffelmus mit Hühnchen gegessen und zum Nachtisch Pfirsich bekommen. Mit seiner Tochter Gianina (14) habe er herumgewitzelt. Seine Stimme sei aber noch ganz heiser vom Beamtungsschlauch, der ihm erst am Wochenende herausgenommen worden war.

Obwohl sich die Ärzte der Klinik „Suiza Argentino“ in ihren täglichen Bulletins noch immer sehr vorsichtig über die weitere Genesung Maradonas äußern, atmeten Millionen argentinischer Fans angesichts der Berichte auf. Die Fassade und die Eingangstür der Klinik in Buenos Aires ist mit Postern und Karten mit Genesungswünschen beklebt.

Text: dpa, sid
Bildmaterial: AP

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