Von Heidi Siefert
02. März 2001 Hier flitzen die Boarder über schneeweiße Dünen und ziehen ihre weiten Turns durch den jungfräulichen Sand. Am Wochenende findet man hier hinter jedem Dünenberg Sandboarder, erzählt Ibn, während er mit seinem Board in der Hand den Grat nach oben stapft. Weit hinten baut sich beeindruckend der Tafelberg auf. Rechts liegt das Meer, dessen Rauschen sich leise mit dem des Windes mischt.
Ganz sanft gleiten die Boards über den Sand. Weil die Geschwindigkeit geringer ist als im Schnee, tun sich Neulinge hier leichter. Ein paar Abfahrten, und schon stehen die meisten sicher auf dem Brett. Ibn hat das Sandboardfieber vor drei Wochen erfasst und inzwischen hüpft er übermütig über einen Sandhügel. Den Backside Grab hat er schon sicher drauf. Souverän greift er die Fersenkante seines Boards, während er durch die Luft segelt. Sandboarden macht so viel Spaß, weil man es schnell raus hat, erzählt der junge Mann, der davon träumt, seine Künste irgendwann einmal in den Alpen unter Beweis zu stellen.
Der gekonnten Abfahrt geht das Handwerk voraus. Nach jeder zweiten Abfahrt muss das Brett mit einem Spezialbelag eingerieben und dann mit einer Hand voll Sand fein abgeschmirgelt werden. Danach flutscht das Board über den samtweichen Sandteppich. Und während der warme Wind über die nackten Arme und Beine streicht, denkt keiner mehr an die Alpen.
Anbieter: Downhill Adventures, Overbeek Building, cnr Orange, Long & Kloof Street, Cape Town, Tel.: 0027/21/4220388, Fax: 0027/21/230127, E-Mail: downhill@mweb.co.za, Internet: www.downhilladventures.co.za.
Text: @mg
Bildmaterial: srt/Heidi Siefert