29. November 2003 f.a.z. Kuusamo. Ronny Ackermann kann so schnell nichts und niemand bremsen. Schien der Saisonauftakt durch eine hartnäckige Atemwegserkrankung gefährdet - eine Behandlung mit Antibiotika war wegen der Trainingsbelastungen nicht möglich -, verblüffte der Weltcup-Titelverteidiger aus Thüringen am Samstag sich und die Konkurrenz im ersten Rennen des Winters in Kuusamo in Finnland. Ackermann siegte nach Springen und 15-Kilometer-Langlauf deutlich vor den Finnen Hannu Manninen und Samppa Lajunen. Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) wurde Sechster, Georg Hettich (Schonach) kam auf Rang neun.
Die Basis für seinen Erfolg legte Ackermann wie so oft beim Springen von der Großschanze. Im ersten Versuch landete der Weltmeister bei 140,5 Meter und übertrumpfte damit sogar die Leistung der Spezialisten beim Weltcup-Auftakt tags zuvor auf derselben Schanze. "Ein Supersprung, der ging nicht mehr viel besser", sagte der Thüringer, der in der weichen, nassen Loipe von seinem großen Vorsprung zehrte. "Ich bin selbst ein wenig erschrocken, daß es so gut gelaufen ist."
Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 30.11.2003, Nr. 48 / Seite 24