Schwimmen

Franziska van Almsick macht bis 2004 weiter

07. September 2002 Franziska van Almsick ist bereit für Olympia 2004. „Ja, ich mache weiter“, bestätigte die Berliner im Sportstudio des ZDF. Und unter dem tosenden Applaus des Studiopublikums bestätigte die 24-Jährige, was vorab zu ahnen war.

Van Almsick: „Ich habe noch einen Traum: die Olympischen Spiele 2004 in Athen. Auch wenn ich weiß, dass dies eine harte Zeit wird. Ich muss jetzt einfach die nächsten zwei Jahre überstehen.“

Gold in Athen das Ziel

„Sie will in Athen schwimmen und Erfolg haben. Das ist die Hauptbotschaft, die von ihr schon ausgegangen ist“, sagte Ralf Beckmann, Cheftrainer des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). „Über den Weg dorthin werden wir noch reden.“

Die 24 Jahre alte Berlinerin, die vor fünf Wochen in ihrer Heimatstadt nach zweijähriger internationaler Pause mit fünf Titeln und zwei Weltrekorden ein eindrucksvolles Comeback gefeiert hatte, hatte sich an diesem Wochenende zusammen mit ihrem Heimtrainer Norbert Warnatzsch in Kassel mit Beckmann getroffen, um die Pläne für die Fortsetzung ihrer Karriere abzustimmen.

Athen wären ihre vierten Sommersspiele

Am DSV-Sitz in Kassel trifft sich am Wochenende die gesamte Schwimm-Nationalmannschaft zur Aufbereitung der EM von Berlin und konzeptionellen Zukunftsplanung bis Olympia 2004.

Dazwischen liegt als Saisonhöhepunkt 2003 die Weltmeisterschaft in Barcelona. Ob sich Franziska van Almsick auch der Herausforderung WM stellen wird, ist offen. Nach der EM hat sie erst einmal Urlaub gemacht - und in Magdeburg mit ihrem Freund Stefan Kretzschmar über ihre Zukunft nachgedacht. Für Franziska von Almsick wären in Athen nach Barcelona 1992, Atlanta 1996 und Sydney 2004 die vierten Olympischen Spiele.

„Keinen Tag verschenken“

In Barcelona und Atlanta holte sie jeweils Silber, Sydney endete mit einem Debakel. In Athen soll ihr Traum vom Gold in Erfüllung gehen. „Auch eine Franziska van Almsick ist noch nicht am Ende ihrer sportlichen Entwicklung angelangt. Wenn sie den Weg entschlossen geht, kann sie auch noch persönliche Bestzeiten schwimmen“, sagt Beckmann, „und was das bedeutet, wissen wir.“ Weltrekord.

Für Franziska van Almsick heißt dies, noch einmal zwei Jahre „knüppeln“ im Wasser. Beckmann: „Es gibt mehrere Möglichkeiten der Vorbereitung, die auch Erfolg versprechen.“ Der Cheftrainer sagt aber auch: „Von 707 verbleibenden Tagen kann sie keinen verschenken.“ Beckmann baut auf die Berlinerin. „Ich denke, dass sie für sich selbst die richtige Entscheidung getroffen hat. Dies wird auch auf das gesamte Team positive Auswirkungen haben.“



Text: dpa
Bildmaterial: dpa

 

Wie haben Ihnen die Olympischen Spiele von Peking gefallen?

Ergebnis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche