06. Juli 2005 Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee hat hat am Tag der Wahl des Gastgebers der Olympischen Spiele 2012 das Internationale Olympische Komitee (IOC) kritisiert. Mich interessiert schon, welche Olympischen Spiele das IOC denn will. Vielleicht möchte es ja nur Megastädte als Bewerber, sagte Tiefensee am Mittwoch dem Berliner Tagesspiegel.
Leipzig war im Mai vergangenen Jahres bei der Vorauswahl gescheitert und vom IOC unter anderem als zu klein eingestuft worden. Er frage sich, warum IOC-Präsident Jacques Rogge sage, er würde sich über eine weitere Leipziger Bewerbung freuen, meinte Tiefensee.
Leipzig hätte Außenseiterchance gehabt
Aus dem IOC habe es unterschiedliche Botschaften an Leipzig gegeben: Es hieß zum Beispiel, unser Finanzkonzept sei nicht stimmig. Da frage ich mich natürlich: Traut man den Deutschen nicht? Auch die Hotelkapazitäten sollten nicht ausreichend sein. Dazu würde ich gerne wissen: Können wirklich alle Städte in der Endauswahl so innovative Konzepte vorweisen wie wir?
Tiefensee betonte, er sei sicher, daß Leipzig in der nächsten Runde wenigstens eine Außenseiterchance gehabt hätte. Auf die Frage, ob sich Leipzig noch einmal bewerben wolle, antwortete Tiefensee: Mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit: nein.
Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: picture-alliance / dpa/dpaweb