Doping

„Da laufen echte Monster rum!“

Busemann: “Die Kälte des Betrugs schockt mich“

Busemann: "Die Kälte des Betrugs schockt mich"

29. Oktober 2004 Nach Ansicht des ehemaligen Weltklasse-Zehnkämpfers Frank Busemann sind „nicht wenige“ Medaillengewinner in der Leichtathletik gedopt. „Ich war ja in Athen vor Ort und habe mir bei einigen Athleten gedacht: Da laufen echte Monster rum! Diese Muskelberge kriegt man doch nicht mit dem guten, alten Training hin“, sagte der Olympia-Zweite von 1996 in einem Interview der Münchner „Abendzeitung“.

Daß bei den Olympischen Spielen in Athen etliche Athleten des Dopings überführt wurden, habe bei ihm auch Schadenfreude ausgelöst, meinte Busemann. Allerdings habe es ihn erschreckt, daß die Verdächtigten kein schlechtes Gewissen gezeigt hätten. „Diese Kälte, mit der die den Betrug durchziehen, schockt mich.“

Helmut Schreiber, der ehemalige Mannschaftsarzt des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), hatte in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ davon gesprochen, daß alle Olympiasieger von Athen gedopt gewesen sind. „Da würde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, ja“, erklärte Schreiber.

Text: dpa

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