Wie könnte ein vernünftiges Konjunkturprogramm aussehen? Impulse mit den Mitteln der Finanzpolitik geben, ohne die kontraproduktive Erwartung steigender Steuerlasten zu wecken? Ja! Aber hektisch ausgehandelte Ausgabenprogramme nach Maßgabe eines schwarz-roten Wunschzettels der Kabinettsrunde? Nein! Von Hans D. Barbier
Emissionshandel ist Umweltpolitik über den Marktwert von Schmutzvermeidung. Ein effizienter Weg. Doch sollten die Verschmutzungsrechte kostenlos ausgegeben werden? Oder sollte der Staat sie verkaufen? Von Hans D. Barbier
Gerade in der Debatte Konjunkturprogramm gegen Steuersenkung wird deutlich, dass und warum wir nicht alle Keynesianer sind. Es gibt gute Gründe, dem Keynesianismus als programmatischer Grundlage der Finanzwirtschaft des Staates zu misstrauen. Von Hans D. Barbier
Es wird Zeit für einen Wechsel. Und zwar im Sinne einer Paradigmenkorrektur. Eine ordnungspolitisch fundierte Wirtschaftspolitik darf - symbolisch gesprochen - nicht mit Kurs auf Chapter Eleven des amerikanischen Konkursrechts fahren. Sie braucht Grundsätze, keine Ausdeutungen von Einzelfällen. Von Hans D. Barbier
Eine Bank, die im Kettenverkehr des Marktes die Position des First Loss einnimmt, die es also voll und zuerst trifft, wenn ein Schuldner nicht zahlen kann, kann viel verdienen. Aber sie arbeitet mit hohem Risiko. Und das ist eben auch das Risiko des Kunden. Wir spüren das in der derzeitigen Krise mehr denn je. Von Hans D. Barbier
Die Finanzwelt braucht nicht zu rätseln, wo und woher gesteuert das Fiebersymptom des Drehens immer größerer Räder zunehmend risikoreicherer Kreditgeschäfte aufgetreten ist. Das war in Amerika. Von dort wurde die Technik des Kreditpaketepackens nach Europa exportiert. Von Hans D. Barbier
Das Konjunkturpaket der Regierung spiegelt unverkennbar den Wunsch der Politiker nach einer lenkenden Steuerpolitik wider: Anstatt den liberalen, marktwirtschaftlichen Weg einer allgemeinen, zeitlich befristeten Steuersenkung zu wählen, werden wieder einmal Lieblingswünsche der Ressorts bedient. Von Hans D. Barbier
Können Sparen und Investieren als bürgerliche Attitüden der Lebens- und Erwerbsplanung durch eine Vertrauenskrise nachhaltig in Misskredit geraten? Eher nicht: Der Kapitalmarkt wird weiterhin der Ort sein, an dem sich die Wirtschaftsbilder der Zukunft formen. Von Hans D. Barbier
Ich würde mich schämen. Ob er den kolportierten Satz nun gesagt hat oder nicht: Auf Verständnis der Politik oder gar auf den solidarisierenden Zuruf Ich mich auch! darf Josef Ackermann nicht setzen. Politiker schämen sich für ihr Tun nie. Von Hans D. Barbier
Die Bankenkrise ist hinreichend beschrieben und beschrien worden. Nun ist es an der Zeit, darüber nachzudenken, welche regulatorischen Sicherungen die Völker und Nationen künftig davor bewahren könnten, mit Geld und Währung in den Abgründen zu verschwinden. Von Hans D. Barbier
Was ist zu lernen aus der aktuellen Finanzmarktkrise? Sicher ist: Ohne eine Menge Politikversagen wäre der Kapitalmarkt nicht unter diesen Stress gesetzt worden. Das erklärt nicht alles. Aber es sollte nicht außer Acht bleiben. Von Hans D. Barbier
Es ist erstaunlich festzustellen, wie groß die Zahl der Marktskeptiker wird, wenn erst einmal ein Aspekt oder ein Teil der Marktwirtschaft in den Verdacht der Untauglichkeit oder der Schadensverursachung gerät. Die Tünche ist dünn. Liberale Ordnungspolitik ist doch wohl so etwas wie eine Schönwetterdisziplin. Von Hans D. Barbier
Les timides, die Furchtsamen, singt Jacques Brel in einem seiner Chansons, erkenne man an ihrem Wackelgang. SPD und CDU sollten sich einmal in ihren Programmspiegeln betrachten. Sie würden dann sehen, warum sie nicht so recht vorwärts kommen. Von Hans D. Barbier
Das Schwung verheißende Kürzel steht für Projektgruppe energiepolitisches Programm. Sie macht Vorschläge für die Zahlung von Subventionen. Welchem Zweck diese dienen und zu welchen Kriterien sie vergeben werden, bleibt indes unklar. Von Hans D. Barbier