Über ein halbes Jahr ist es nun her, dass die Welt erfahren hat, wie labil ihre Finanzsysteme sind. Reformen der Regelwerke wurden in Aussicht gestellt. Aber bisher hat sich, außer den Rettungsaktionen der ersten Schrecksekunde und der Vorbereitung von steuerfinanzierten Bad Banks, wenig getan. Von Hans D. Barbier
Was immer der nach dem amerikanischen Finanzminister benannte Geithner-Plan für die Sanierung des amerikanischen Bankwesens leisten wird: Ins Lehrbuch der Spieltheorie gehört er auf jeden Fall. In diesem Plan spielen alle. Der Staat spielt seine Rolle über die Bande der Verfassung. Von Hans D. Barbier
Wenn die Staats- und Regierungschefs der G-20-Staaten sich am Donnerstag in London versammeln, dann werden sie das Versprechen wiederholen, das sie der Welt im November des vergangenen Jahres in Washington gegeben haben. Was für Prachtkerle - und was für Heuchler! Von Hans D. Barbier
Wie weit will die Politik in der Krise noch gehen? Plötzlich werden Errungenschaften wie das Recht auf Eigentum in Frage gestellt oder das marktwirtschaftliche Prinzip der Gewinnmaximierung als Gier gegeißelt. Doch Rettung hat nichts mit Rache zu tun. Von Hans D. Barbier
Die Finanzkrise hat die Öffentlichkeit die Gier der Banker geißeln lassen. Warum aber spricht niemand von fehlleitenden Bilanzierungs- und Regulierungsvorschriften? Von Hans D. Barbier
Über Rettungen gibt es derzeit wenig Gutes zu sagen. Denn im Superwahljahr 2009 missbraucht die Politik Rettungen eher als Vehikel zu Enteignungen - und übersieht geflissentlich die Alternativen.
Die Politik beschäftigt sich derzeit mit Schweinkram - als solcher ist die Enteignung im Rettungsfall zu bezeichnen. Dies geht einher mit der Frage: Was können wir aus der Krise lernen? Eines sicherlich: Ein mit Augenmaß regulierter Finanzmarkt führt nicht in die Unfreiheit. Von Hans D. Barbier
Sie sind überdurchschnittlich irrtumsanfällig und wenig transparent: Hegde-Fonds. In auffälliger Häufigkeit berichten Bilanzanalysten nun, dass gerade sie zu den Risikofaktoren von Banken gehören, die nun in Schwierigkeiten geraten sind. Ist das die Rache der sozialen Gerechtigkeit? Von Hans D. Barbier
John Maynard Keynes würde sich wundern: Das Konjunkturpaket der Regierung widerspricht seinen Lehren. Denn statt sich mit Akribie und Phantasie um gesamtwirtschaftliche Ausgabenströme zu kümmern, fördert die Politik Glühbirnenersatz und Beihilfen für Dachdichtungen. Von Hans D. Barbier
Angela Merkel denkt gerne in großen Dimensionen - erst sollten die G 20, nun ein Weltwirtschaftsrat den Globus davor bewahren, im politischen und wirtschaftlichen Chaos zu versinken. Ihre Wünsche in allen Ehren - sind sie überhaupt realistisch? Von Hans D. Barbier
Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen: Zur Bekämpfung der momentanen Wirtschaftskrise denkt Finanzminister Steinbrück daran, die krisenbedingten Schulden aus dem Normalhaushalt auszubuchen. Keine schlechte Idee - doch es droht das kollektive Vergessen. Von Hans D. Barbier
Den Banken geht der Vorrat an immer schöneren Vorschlägen für Rettungsmodelle nicht aus. Einer der finanziell teuersten und ordnungspolitisch kostspieligsten ist der Wunsch nach einer Bad Bank. Die ist zwar bad, aber sie ist keine Bank. Von Hans D. Barbier
Wir machen hier ein Konjunkturprogramm; um den Schönheitspreis der Ordnungspolitik bewerben wir uns, wenn wir die Krise gemeistert haben. So sagt das niemand. Aber die Politik verhält sich oft so, als ob sie so denke. Denkt sie richtig? Nein. Von Hans D. Barbier
Auf die sich verschärfende Verknappung fossiler Energieträger holten Politiker die Sonnenstrahlen vom Himmel und versprachen das Schlaraffenland einer Epoche der Bio-Energie. Dummheit? Oder eher Bereitschaft zum Betrug? Von Hans D. Barbier