Zwölf Attentäter sollen auf dem Weg nach Dänemark sein, um die Zeichner, die für die Jyllands-Posten Mohammed karikierten, zu töten. Den Mördern winkt ein Kopfgeld von einer Million Dollar.
Undemokratische, willkürliche Politik, Defizite im Erziehungswesen und die Verkrustung der islamischen Theologie bestimmen den Alltag vieler arabischer Länder. Doch auch dort wird inzwischen über Menschenrechte debattiert.
Am Anfang war das Dossier. Der dänische Imam Abu Laban hatte eine Delegation damit zu einem großen Koran-Gelehrten geschickt. Die Welle der Gewalt hat er nicht gewollt. Ein Bericht aus dem Herzen des Karikaturenstreits.
Schon nach einer Viertelstunde ging es um den Sturz der dänischen Regierung. Eine Konferenz zum Dialog der Kulturen in Kopenhagen zeigt, wie sehr der Streit vor allem die muslimische Welt noch immer bewegt.
Nach dem Karikaturenstreit vermuten die dänischen Rechtspopulistischen eine mediale Tendenz zu Zensur und Selbstzensur. Und wollen als Test provozierende Zeitungsanzeigen zum Islam schalten, die bis an die Grenze gehen sollen.
Wenn ein Karikaturist es nicht darauf anlegt, Gefühle zu verletzen, kann er gleich Heiligenbilder malen, sagt Robert Gernhardt. Der Zeichner und Dichter über Kunstfreiheit, vorauseilenden Gehorsam und die Grenzen des Anstands.
Ist wirklich Dänemark das Ziel der Demonstrationen in Beirut? Oder ist es die libanesische Gesellschaft? Wie Syrien radikale Islamisten benutzt, um den inneren Frieden im Libanon zu stören.
Islamunterricht, Moscheenbau, Lehrstühle: Der Westen braucht endlich eine Strategie im Umgang mit dem Islam und darf nicht mehr länger die Terroristen das Tempo vorgeben lassen. Von Nils Minkmar. Von Nils Minkmar
Der Karikaturenstreit in Indonesien: Selbst liberale Muslime können sich antiwestlichen Gefühlen nicht entziehen. F.A.Z.-Korrespondent Jochen Buchsteiner berichtet aus Jakarta.
Weltweit wird wütend demonstriert, in Kopenhagen glätten Sozialbetreuer die muslimischen Wogen. Und wer will, kann zur innerdänischen Verständigung einen Mustermuslim zum Hausbesuch bitten.
Israel Singer ist Lobbyist und Prediger. In der F.A.Z. spricht der Vorsitzende des Jüdischen Weltkongresses über den Karikaturenstreit und den Atomkonflikt mit Iran.
Was die Karikatur im Tagesspiegel noch deutlicher als die in Jyllands-Posten zeigt: Es geht nicht um Ehre und Respekt, sondern um den zivilisatorischen Grundvertrag, als dessen erste Verfechter die Karikaturisten erscheinen.
Auch wenn die bedrohliche demographische Dynamik der Islamisierung zunächst nichts mit Werten zu tun hat: Sie trifft unsere Gesellschaft. F.A.Z-Herausgeber Frank Schirrmacher über die Kräfte von Integration und Desintegration.