Sein Ruhm in Amerika übertrifft vielleicht den jedes anderen deutschen Malers: Anselm Kiefer

Ehrung von Anselm Kiefer

Vergangenheitsarbeit

Der deutsche Künstler Anselm Kiefer ist in seiner Art der Aufarbeitung der Vergangenheit stets eigene Wege gegangen. Davor hat der Börsenverein des deutschen Buchhandels nun offenbar keine Angst mehr - und zeichnet ihn mit dem Friedenspreis aus. Von Henning Ritter

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05. Juni 2008 13:52

Obsessionen der„Kraftnaturen“ BEUYS, RICHTER, KIEFER für den Frieden?

Werner Hahn (wernerhahn)

In der Medienwelt und im Kunstbetrieb hochgepriesene KUNST-MARKT-Künstler wie Gerhard Richter („dessen Bilder zum RAF-Terror die Öffentlichkeit beschäftigten“; der auch ein HITLER-Porträt malte), Joseph BEUYS („als Vordenker der ökologischen Bewegung“; Macher der Alles-ist-„KUNST“-Bewegung) hätten es - nach Ansicht von Henning Ritter - auch verdient, Friedenspreisträger zu werden. Auch KIEFER ist nicht unumstritten. Die Entscheidung (Begründung) des Deutschen Buchhandels für Anselm Kiefer („Selbstdarstellung mit Hitlergruß“ als „Experiment“), bereitet auch mir Bauchschmerzen: "Es gibt in der Begründung der Preisverleihung einen Satz, der einem vollends die gute Laune an der Entscheidung nehmen kann: 'Anselm Kiefer erschien im richtigen Moment, um das Diktat der unverbindlichen Ungegenständlichkeit der Nachkriegszeit zu überwinden.' Das hat nun mit Friedensgedanken gar nicht mehr zu tun, sondern damit, das Pfund Friedenspreis in die Auseinandersetzungen um abstrakte und avantgardistische Malerei werfen zu wollen" (so Knipphals in der TAZ richtig). Unerträglich, dass insbesondere die Parade der Marktführer – politische „Kraftnaturen“ mit „Obsessionen“ wie KIEFER – mit Staatskunst-Formaten vom KULTUR-Staat der BRD gefördert werden.

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