Es ist mittlerweile beängstigend, welche Inhalte Reformen haben. Dazu passt dieser Artikel. Um der, auf den Menschen einströmenden, Informationsflut gerecht zu werden, soll nur noch gesellschaftsbezogenes Wissen an Grundschulen vermittelt werden. Das birgt eine Vielzahl von Gefahren. Trotz Begriffsänderungen benötigt der Mensch zeitunabhängiges Grundlagenwissen. Gerade Informationen aus der Flora & Fauna spielen aufgrund des gestiegenen Umweltbewusstseins eine große Rolle. Schließlich ist gefordertes Selbstengagement überzeugender, wenn man Grund und das zu schützende Subjekt kennt. Außerdem verringert eine solche Bildung den Zugang zu historisch relevanten Sachtexten. Je mehr „veraltete“ Worte aus der Schulbildung & Lexika verschwinden, umso schwieriger gestaltet sich die Textrecherche von früheren Autoren & umso mehr muss man später hinzulernen. Schwarzmalerisch kann man sagen, dass die nächste Reform das „Sachwortregister der Allgemeinsprache von Generation ...“ einführt. Zum Anderen greift die Aufhebung der Schulfächerbezeichnungen erheblich in das strukturelle Denkvermögen der Kinder ein. Diese angeborene Fähigkeit ermöglich die Verarbeitung von komplexen und massenhaften Informationen. Somit erreicht man das Gegenteil.
Um jenes Land ist es schlecht bestellt, das legen viele Nachrichten der letzten Zeit nahe. Ich frage mich aber, warum die Autorin in einer Reihe mit Drossel, Star und Veilchen das Stachelschwein nennt - sollte sie schon so englisch denken, daß sie „hedgehog“ mit „Stachelschwein“ übersetzt hat?