Web 2.0: Weisheit aus Masse?

FAZ.NET-Debatte: Schreiben Sie mit!

Wie viel Weisheit steckt im Web 2.0?

Revolutionen sind im Internet nichts Neues. Wenn jetzt wieder eine ausgerufen wird, hat das nur einen Grund: Nie war es so einfach, überall mitzureden. Macht uns das klüger.

Lesermeinungen zum Beitrag

28. Januar 2007 15:00

FAS 28.1.07 Weisheit im Web 2.0 Braunberger VW Siemens: Scheinheilig Meck-Hartz

Michael Balser (Querdenk)

Hallo wach oh Press-Print, die neue Blog-Zeit zu begreifen, seit 2000 v Südkorea auf Westdrift.
„Die Stärken v Journalisten liegen in..professionell Recherche strikter Trennung v. privaten u. öffentl. Interess u. ihrer inhaltl. juristischen Wasserdichtigkeit“
Originalton FAS Titel Scheinheilig.
„ Die öffentliche Wirkung d Affären ist verheerend. Nicht nur d kleine Mann gewinnt Eindruck einer Hartz-BilligheimerSonderkur. Gleichzeitig verfestigt sich d Bild einer korrupten, absahnergeprägten WirtschaftsO mit vermutlich 100 Mill in schwarzen Kassen verschwund. EUR“ So einfach ist es nicht tönt d FAS-Leser die göttl.
allwissend-mächtige FAS-Scheinheiligkeit mit der UmetikettierungsDiktatur eines inhaltl, juristischen Öffentlichk-Eindrucks-Neupostulats entgegen, als müsste d Press-Leser naiv sein-bleiben im Interesse einer FASFAZLobby. Die vermutlich 100 Mill in schwarzen Kassen verschwund EUR sind nach FAS, soweit ihr bekannt ( aufgrund besonderer profess. Recherche) nicht in private Taschen abgezweigt worden!
FalschBegründung übl Absprach durch inhaltl. Textauslassung übl. Absprach für „ OberSchicht “ gegen Gerechtigkeitsempfindungen v Bürger u Fachwelt, §Napoleona Zypries wirds ja zurecht richten.
Blog contra Press!

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28. Januar 2007 13:38

Zweifel am Medienverständnis von Web 2.0

Tina Guenther (sozlog)

Die Diskussion um Web 2.0 und social software in den etablierten, syndizierten Print- und elektronischen Medien ist durch Unkenntnis und Nichtverstehen soziologisch relevanter Vorgänge - der globalen, an Echtzeit gebundene, informatorische, kommunikatorische und marktgebundene Vernetzung, den interaktiven Charakter des Mediums, die Mischung zahlreicher Formate (Text, Audio, Video, social tagging usw.), die Vervielfältigung und Erweiterung von Interaktionsbeziehungen sowie die neuen Möglichkeiten der Erweiterung und des Managements von persönlicher Identität - sowie durch eine herablassende Attitüde aus dem geschützten Raum einer Nachrichtenredaktion gekennzeichnet. Organisationen und Professionen sollten sich intensive Gedanken darüber machen, wie Sie Impulse aus Web 2.0 aufgreifen und sich zu eigen machen könnten, ihr eigenes Auftreten in der Öffentlichkeit (für die sie publizieren) und der Öffentlichkeit (über die sie schreiben) gegenüber eingeschlossen.

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27. Januar 2007 19:00

Wie viel Weisheit steckt im Web 2.0?

Reinhold Eysel (Eysel)

Zweifellos sogar Weisheit, aus den erwähnten Gründen, nicht nur Wissen. Und ein ungeheuer demokratisches Werkzeug ist es auch.
Allerdings hat es auch einen gewissen normativen Charakter. Um meinen Vor-Kommentator zu benutzen:
Was wäre wohl zu G. Galilaei im web2.0 die vorherrschende Meinung gewesen? Die Antwort ist müssig.
Vermuten darf man, dass GG sich auch MIT web2.0 letztlich durchgesetzt hätte. Aber sind wir alle so charakterfest wie GG, DIESEN Druck auszuhalten?
So manch "gerade erst zart keimendes" Wissen kann auch durch den Meinungsdruck des web2.0 erstickt werden.
Andererseits ist es AUCH so, dass Gleich- oder Ähnlich-Denker sich eher und schneller finden, verbünden können.

Über die immanent auch potentiell manipulativen Möglichkeiten des Instruments sollte man nachdenken...
Ich halte es für fraglich, ob das web auch einen (politischen) Manipulator wieder "ausspucken" würde.

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27. Januar 2007 15:22

Web 2.0: Eine Frage der Bandbreite

Andreas Leonhardt (aleonhar)

Es ist ein Gemeinplatz, dass sich in einem funktionierenden Markt die Dinge durchsetzen, die ihren Teilnehmern den den größten Vorteil versprechen.

Wird der Erfolg von Web 2.0-Diensten aus ihrer Weisheit gespeist? Ich meine nein. Der Vorteil - und insoweit liegt der Artikel hier ganz richtig - liegt in der schier unerschöpflichen Bandbreite der Information. Web 2.0 Inhalte decken ein viel größeres Spektrum an Information ab, als Lexikon und Co. das je getan haben.

Kann also die mangelnde Richtigkeit einer Information in einem Web 2.0-Angebot dessen Nutzen erschüttern? Das wäre nur dann der Fall, wenn den Markteilnehmern keine Möglichkeit der Verifizierung offen stünde. Das war jedoch nur zu Lexikonzeiten der Fall: Der Weg zu einer authentischen Quelle ist im Internet häufig nur einen Mausklick entfernt.

Web 2.0 macht abstrakte Information konkret und besser zugänglich. Das ist keine Frage der Weisheit.

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27. Januar 2007 13:41

Die Segnungen des Internet

Peter Schönau (PeterSchoenau)

Das Internet als Quelle für Recherche jeder Art ist von unschätzbarem Wert. Es ersetzt für mich die Bibliothek – mit Einschränkungen; mir ist es z.B. lieber, in den ca. 40 Bänden der Berichterstattung über die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse in Realitas als nur virtuell blättern zu können.
Was die Zuverlässigkeit der Quellen betrifft, so ist immer Vorsicht angebracht. Nicht nur im Internet, auch in den Printmedien und im Fernsehen.
Ich finde z.B. in den Medien kaum einen Bericht über den gleichen Sachverhalt, der keine Abweichungen hat. Das beginnt bei leicht überprüfbaren Fakten, wie Zahlen. Ich las letztens einen Bericht über einen Selbstmordanschlag in Bagdad. Die Angaben zur Zahl der Opfer waren in drei Printmedien unterschiedlich. Eine vierte Zahl erfuhr ich durch CNN.
Aber das Internet ist nicht nur Wissens- und Informationsquelle, sondern auch Spiegelbild unserer Gesellschaft. In diesem Sinne ist es leider keine Triebfeder zur Durchsetzung des Kantschen Kategorischen Imperativs: Handle so, daß die Maxime deines Willens stets als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte. Es ist nur ein Abbild der fünf Ismen, von denen wir regiert werden: Hedonismus, Individualismus, Konsumismus, Narzißmus, Voyeurismus.

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27. Januar 2007 12:33

Internet als Informationsquelle

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Das Internet ist eine Informationsquelle wie jede andere. Alte Quellen sind in bezug auf Akkuratesse keineswegs besser als neue. Selbst wenn ich ein mittelalterliches Dokument finde, müsste ich die dort angegebenen Daten zunächst auf ihre Echtheit und Richtigkeit hin untersuchen. Als Wissenschaftler akzeptiert man grundsätzlich keine Informationen, ohne sie zunächst nachzuprüfen und zu testen. Dennoch bietet das Internet nicht selten wichtige Anregungen und Denkanstöße.

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27. Januar 2007 05:42

Diese Information ist richtig...

Frank Bach (Spindel)

...oder: ceci n’est pas une pipe.

Wenn man mit Begriffen wie "richtige Information" und gar mit der altmodischen "Weisheit" umgeht, sollte man diese zunächst einmal definieren. Erst dann kann man diskutieren und disputieren, ohne um den heißen Brei herumzureden.

Übrigens alles, was Sie hier an Fragezeichen anbringen, gilt für das Web 2.0 ebenso wie für die Sprachspiele, Debatten und Zeichensetzungen aller Zeiten. Auf jeden Fall ist zu empfehlen, nicht so sehr auf das zu hören, was gesagt wird, sondern von wem und warum. Daher ist das wissenschaftliche Pochen auf die erste Quelle einer Information auch dann hilfreich, wenn man es auf die Information hinter der Information abgesehen hat.

Frank Bach

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26. Januar 2007 18:11

FAZ.NET-Debatte in dieser Form nur Kokolores

Thomas Mrazek (thomasmrazek)

Heute morgen gab es hier noch einen Web 2.0-Artikel von Ulf von Rauchhaupt und Jochen Reinecke zum Mitschreiben.

Jetzt gibt es auf einmal zwei Artikel zum Thema Web 2.0, wobei der ursprüngliche Artikel offenbar nicht mehr von Ihren Seiten verlinkt wird und nun nur noch Jochen Reinecke als Autor anführt: <a href="http://www.faz.net/s/Rub7F4BEE0E0C39429A8565089709B70C44/Doc~E952C5F07445E45EB9B4E0EA8A811D7A5~ATpl~Ecommon~Scontent.html>Was ist neu am Web 2.0?</a>. Wurde der Autor wegen <a href="http://rebellmarkt.blogger.de/stories/675593/">Don Alphonsos Kritik</a> aus dieser Ausgabe rausgekickt? Ja, wie denn nun?

Wenn das Mitschreiben der Leser hier so intransparent und ungeordnet verläuft, dann ist diese partizipative Form mit Verlaub gesagt nur Kokolores.

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