22. Januar 2008 Die bürgerkriegsähnlichen Unruhen nach den Präsidentschaftswahlen am 27. Dezember haben in Kenia ein weiteres Todesopfer aus dem Sport gefordert. Am Montag kam Marathon-Ass Wesley Ngetich bei Kämpfen nahe seines Heimatortes Trans Mara am Rande des Massai-Bezirks ums Leben. Der 34-Jährige wurde von einem Pfeil in die Brust getroffen. Sein Tod wurde vom kenianischen Leichtathletikverband bestätigt.
Ngetich hatte schon vor zwei Wochen zum Arizona-Marathon in die Vereinigten Staaten reisen wollen, wo er seine größten Erfolge gefeiert hatte. Als Zweiter des Houston Marathon war er 2006 in 2:12:10 Stunden persönliche Bestzeit gelaufen, zweimal in Folge hatte er den Grandma's Marathon in Duluth im US-Bundesstaat Minnesota gewonnen.
Bereits am Neujahrstag war der ehemalige 400-m-Läufer Lucas Sang ums Leben gekommen. Der 46-Jährige, 1988 in Seoul Olympia-Achter mit der 4x400-m-Staffel seines Landes, wurde auf dem Weg nach Hause in Eldoret erschlagen. Von Steinwürfen schwer verletzt wurde Marathon-Weltmeister Luke Kibet. Ausländische Läufer, darunter auch ein deutsches Quartett, sagten ihre Trainingslager in dem ostafrikanischen Land ab.
Text: FAZ.NET mit sid
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