
Lieber Michael Reinsch, Ihr Artikel ist sehr interessant und vorallem sprachlich anspruchsvoll verfasst. Bitte lassen Sie mich jedoch auch einige Kritik anbringen: Ich denke Sie suchen zuviele Parallelen zum Radsport. Der Radsport hat keine Lobby, wie z.B. der Fußball, die Formel 1 und andere vom Kapital gelenkte Sportarten. Der Radsport ist eine faszinierende Quälerei und mit Abstand die härteste Sportart der Welt. Ein Radprofi kann mit Epo schneller fahren, ja zweifelsohne, aber aus einem Esel wird mittels Spritze kein Rennpferd! Hierzu muss asketisch gelebt werden. Ich denke kein Aussenstehender kann sich diese Selbstkasteiung vorstellen. Der Radsport hat keine Fürsprecher, wird kaum gelobt für seine Versuche die Dopingproblematik zu besiegen. Die Zuschauer sind von Euch Journalisten abhängig...Ihr müsst den Ethos des Sportes definieren! Glaubt Ihr wirklich das ein Bolt mit Wasser und Brot läuft, das alle Fußballer ohne Mittelchen Ihr Pensum bewältigen (jawohl es ist ein Unterschied ob ich einen Schritt früher am Ball bin, wie mein Gegner, und das obwohl dieser vor ein paar Wochen einen Bänderriss hatte!). Versucht doch mit allen Mitteln die anderen Sportarten genauso zu entlarven, dann ist der Radsportfan mit sich im Reinen!