11. Dezember 2007 Die erste Turnier-Niederlage hat den deutschen Handball-Frauen mit Angola den vermeintlich leichtesten Viertelfinal- Gegner bei der Weltmeisterschaft beschert. Nach der bislang schwächsten Angriffsleistung verlor die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Dienstag in Dijon ihr letztes Hauptrundenspiel gegen den WM-Zweiten Rumänien mit 24:32 (12:16).
Nur dank einer bärenstarken Leistung von Torfrau Clara Woltering (Leverkusen) im zweiten Durchgang fiel die Niederlage nicht höher aus. Beste deutsche Werferin war Stefanie Melbeck (Kolding/6). Die Niederlage tut uns wahrlich nicht weh. Jetzt konzentrieren wir uns ganz auf Angola. Das ist ein ernstzunehmender Gegner, vor dem man Respekt haben muss. In einem K.o.-Spiel gibt es keine Favoritenrolle, sagte Bundestrainer Armin Emrich.
Gegen Angola am Donnerstag wohl schon um 13 Uhr
Als Zweiter der Gruppe II mit 7:3 Punkten hinter Rumänien (8:2) trifft der EM-Vierte am Donnerstag in Paris auf den Afrikameister, der nach einer 27:40-Schlappe gegen Titelverteidiger Russland Platz drei in der Staffel I belegte. Die Partie wird voraussichtlich schon um 13 Uhr angepfiffen und bei Eurosport live übertragen. Rumänien trifft im Palais Omnisport auf Gastgeber Frankreich, während der WM-Dritte Ungarn gegen den Weltmeister antreten muss.
Emrich nominierte für die Partie gegen Rumänien Maike Brückmann (Ketsch) statt der Leipzigerin Susann Müller und brachte die 23-Jährige schon frühzeitig für Welthandballerin Nadine Krause im linken Rückraum. Nach ausgeglichenem Beginn, in dem Stefanie Melbeck mit dem 2:2 das 200. deutsche Turniertor erzielte, zog Rumänien auf 7:4 (13.) und 9:5 (16.) davon. Obwohl die deutsche Abwehr nicht mit letzter Konsequenz zu Werke ging, verkürzte die Mannschaft zwischenzeitlich auf 11:12, ehe das Team aus den Karpaten zum Pausenstand von 16:12 erhöhte.
Jurack: Jetzt beginnt die Vorbereitung auf Angola
In der zweiten Hälfte wechselte Emrich weiter munter durch, Rumänien baute seine Führung auf 21:15 (39.) und 25:19 (48.) aus, auch weil die Deutschen zu viele Chancen ausließen und die Abwehr oft löchrig wirkte. Beim 28:22 (53.) war die Partie endgültig entschieden. Grit Jurack, die mit 247 Länderspielen in der DHB-Rekordliste nun allein auf Rang fünf steht, erzielte drei Tore und hat damit bereits 50 Turniertreffer auf dem Konto. Wir wollten das Spiel ordentlich über die Bühne bringen und hatten natürlich eine optimale Ausgangsposition. Jetzt beginnt die Vorbereitung auf Angola. Ich kann nicht sagen, ob wir Favorit sind oder nicht, meinte der deutsche Rückraum-Star.
Am Mittwochmorgen reist die DHB-Auswahl mit dem Zug nach Paris. Während für die deutsche Mannschaft das Turnier nun in die heiße Phase geht, scheint die WM für Anja Althaus beendet zu sein. Die Kreisläuferin, die bisher wegen einer Schulter-Operation vier Wochen vor WM-Start nicht zum Einsatz kam, zog sich am Montagabend beim Training einen Bänderriss im Sprunggelenk zu und muss auf unbestimmte Zeit pausieren.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa
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