Basketball

Dallas jubelt - Nowitzki humpelt

Dicker Knöchel: Dirk Nowitzki

Dicker Knöchel: Dirk Nowitzki

29. März 2007 Trotz eines lädierten Dirk Nowitzki haben die Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA ein weiteres Kapitel ihrer diesjährigen Erfolgsstory geschrieben. Mit dem 105:103 über die Milwaukee Bucks feierten die Texaner am Mittwoch nicht nur ihren achten Erfolg in Serie, sondern stellten zugleich ihren Vereinsrekord von 60 Saisonsiegen ein.

Bereits in den Spielzeiten 2002/2003 und 2005/2006 war den „Mavs“ dieses Kunststück gelungen - diesmal jedoch schon nach 71 Partien. „Das ist sehr beeindruckend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir mit vier Niederlagen gestartet sind“, sagte Trainer Avery Johnson.

Knöchel dick geschwollen

Beim deutschen Superstar Nowitzki hielt sich die Freude nach dem Zittersieg allerdings in Grenzen. Der Würzburger erlebte den historischen Moment nur auf der Bank, mit Schmerzen und einem dick geschwollenen linken Knöchel. In der 20. Minute war er nach einem Luftkampf auf dem Fuß von Milwaukees Brian Skinner gelandet und dabei umgeknickt.

„Ich dachte, wenn ich mich in der Halbzeit bewege, wird's schon wieder. Aber ich konnte einfach nicht gehen. Und es gab keinen Grund, dass ich unbedingt weiterspielen mußte“, sagte Nowitzki. Der 28-Jährige stand zwar zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder auf dem Feld, mußte aber nach nur 64 Sekunden endgültig raus.

Nowitzki hat 14.999 Punkte erzielt

Bis zu seiner Verletzung war Nowitzki der Beste seines Teams. Von den ersten 23 Punkten der Mavericks erzielte er 13. Letztlich standen 17 Zähler auf seinem Konto. Damit verpasste der Deutsche seinen 15.000. NBA-Punkt nur um einen Zähler. „Das wusste ich gar nicht. Ich glaube, das sind Sachen, mit denen man sich nach seinem Karriere-Ende mal befassen kann“, sagte Nowitzki.

Am trainingsfreien Donnerstag soll sein Knöchel behandelt und dann entschieden werden, ob die Nummer 41 der „Mavs“ am Freitag gegen die New York Knicks spielen kann oder vorsorglich für den Giganten-Gipfel zwei Tage später bei den Phoenix Suns (beide Spiele live bei Premiere) geschont wird.

„Wir hatten eine großartige Auswärtstour“

Wie wichtig „Big D“ für sein Team ist, wurde unmittelbar nach seiner Verletzung deutlich. Bis dahin hatte Dallas mit 50:48 geführt. Anschließend zog Milwaukee zur 62:54-Pausenführung davon. „Wir hatten eine großartige Auswärtstour, aber heute mußten wir einige Hürden überspringen“, analysierte Devon Harris nach sechs gewonnenen Auswärtsspielen.

Bei den Bucks ragte Michael Redd mit 34 Punkten heraus. Beste Werfer der Gastgeber waren Jason Terry mit 27 und Jerry Stackhouse mit 21 Zählern. Die Beiden sorgten in der hektischen Schlussphase auch für die Entscheidung, als sie zunächst jeweils mit einem Drei-Punkte-Wurf Erfolg hatten und dann in den letzten 30 Sekunden jeweils einen Freiwurf verwandelten. Insgesamt zeigte Dallas in dieser Phase jedoch ungewohnt Nerven. Denn vier von sechs Freiwürfen wurden vergeben.

Text: dpa
Bildmaterial: AP

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