Heldinnen in Männerdomänen

Frauen, die sich was trauen

Schön, stark und erfolgreich: Frauen wie Regina Halmich können sich in der Männerdomäne Sport durchsetzen

Schön, stark und erfolgreich: Frauen wie Regina Halmich können sich in der Männerdomäne Sport durchsetzen

03. Januar 2009 Angela Merkel bewohnt mittlerweile das Kanzleramt, als ob dort schon immer eine Frau regiert hätte. Im Sport gibt es indes noch ein paar Männerdomänen, in die bislang nur einzelne Heldinnen vorgedrungen sind.

FAZ.NET hat genau hingeschaut, welche Hürden Frauen auf dem Weg zur sportlichen Gleichberechtigung überwinden müssen.

Auch Frauen können fliegen

Proteste für die Emanziaption

Proteste für die Emanziaption

Wenn im kommenden Jahr die Olympischen Winterspiele anstehen, gibt es noch eine Disziplin, bei der Frauen lediglich als Zuschauer genehm sind: Das Skispringen ist die letzte Männerdomäne im olympischen Wintersport, seit sich dort auch Frauen mit Bobs im Eiskanal zu Tal stürzen.

Deshalb protestieren die „Adlerinnen“ seit geraumer Zeit dafür, gleichberechtigt neben den Loitzls, Ammanns und Schmitts dieser Welt über Schanzentische segeln zu dürfen. Frauen-Skispringen: Abflug in die Zukunft

Pionierin in Box-Handschuhen

Resolut auch gegen Männer: Die Schweizer Schiedsrichterin Nicole Petignat

Resolut auch gegen Männer: Die Schweizer Schiedsrichterin Nicole Petignat

Bei den Sommerspielen steht es immerhin unentschieden, was die unemanzipierten Sportarten angeht: Während die Männer von der Rhythmischen Sportgymnastik ausgeschlossen sind, dürfen Frauen noch immer nicht olympisch boxen.

Im Profi-Boxsport ist die Emanzipation schon etwas weiter vorangeschritten: In Deutschland war Regina Halmich die Pionierin in Handschuhen. Nun will sie als Kommentatorin in die nächste Männerdomäne einbrechen. Boxerin Halmich: „Wäre ich ein Mann, hätte ich Millionen“

Eine kämpft mit Händen und Füßen, die andere regiert Männer mit der Pfeife

Härter noch als Halmich kämpft Christine Theiss: Die Medizinerin schlägt und tritt mit Händen und Füßen. Als „Dr. Kick“ ist die vierfache Weltmeisterin das Medien-Darling der Kickbox-Szene - weil sie nicht nur stark, klug und erfolgreich, sondern auch noch hübsch ist. Kickboxerin Theiss: Hübsch und erschreckend gescheit

Nicole Petignat spielt nicht mit, dafür tanzen die Männer nach ihrer Pfeife: Die Schweizer Schiedsrichterin hat es so weit gebracht wie noch keine Frau zuvor im Männer-Fußball. Sie pfeift neben allen denkbaren Partien im Frauenfußball regelmäßig Spiele in den Männer-Profiligen der Schweiz und Österreichs, im vergangenen Jahr war sie als „vierter Mann“ bei der Europameisterschaft im Einsatz. Schiedsrichterin Petignat: Die Männer tanzten nach ihrer Pfeife

FAZ.NET-Umfrage: Sollen Frauen alle Sportarten betreiben?

Und was denken Sie? Sollen Frauen auch die letzten Bastionen der Männer im Sport stürmen? Oder ist es gut, dass Frauen nicht bei Olympischen Spielen boxen? Sagen Sie uns Ihre Meinung in der FAZ.NET-Umfrage

Text: F.A.S.
Bildmaterial: AP, Wonge Bergmann

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Kickboxerin Christine Theiss

Sportlich, hübsch und erschreckend gescheit

Pediküre war einmal: Kickboxerinnen wie Christine Theiss tritt kräftig zu

Christine Theiss hat Medizin studiert und wollte Ärztin werden. Jetzt ist sie Kickboxprofi und ein Mediendarling. Der Grat ist schmal. Aber „Dr. Kick“ lebt gut damit. Von Mischa Drautz, München

Box-Weltmeisterin Regina Halmich

„Wäre ich ein Mann, hätte ich jetzt Millionen“

Frauen hängen nicht nur in den Seile: Regina Halmich hat die Mänenrdomäne als erste erobert

Regina Halmich hat das Frauenboxen in Deutschland hoffähig gemacht. Zwischen 1995 und 2007 war sie ungeschlagene Weltmeisterin. Im FAZ.NET-Interview spricht die Box-Pionierin über rückständige Machos und die späte Anerkennung.

Frauen-Skispringen

Abflug in die Zukunft

Einst dachte man, dass der Mensch nicht fliegen kann: Dann kamen die Skispringer. Mittlerweile schweben auch schon Frauen über 200 Meter weit

Eine Gräfin war 1911 die erste Skispringerin. Sie brachte es auf 22 Meter. Nun stehen die Frauen vor der WM-Premiere und hoffen auf Olympische Spiele. Der Deutsche Skiverband ist mit zwei Medaillenkandidatinnen gut gerüstet. Von Michael Eder

Schiedsrichterin Nicole Petignat

Die Männer tanzten nach ihrer Pfeife

Nicole Petignat war neun Jahre lang Schiedsrichterin in den Männerligen der Schweiz und Österreichs. Den Schmähungen begegnete sie mit Schlagfertigkeit. Nun hat sie dennoch vorzeitig ihre Karriere beendet. Von Roland Wiedemann